Zum Weltwassertag am 22. März wird das Schwammstadtprinzip als Ansatz für nachhaltiges Wassermanagement thematisiert.
Der Weltwassertag am 22. März rückt Wasser als zentrale Ressource in den Fokus. Ein nachhaltiges Wasserressourcenmanagement gilt dabei als wichtiger Faktor für Lebensqualität und Klimaresilienz.
Ein Ansatz ist das sogenannte Schwammstadtprinzip. Dabei funktionieren Städte und Landschaften ähnlich wie ein Schwamm. Ziel ist ein naturnaher Landschaftswasserhaushalt, der Böden vor Erosion und Austrocknung schützt und eine Rolle für die nachhaltige Lebensmittelproduktion spielt.
Das Prinzip sieht vor, Wasser möglichst vor Ort zu speichern und in den natürlichen Kreislauf zurückzuführen. In der Vergangenheit wurde Regenwasser häufig schnell über die Kanalisation abgeleitet, meist gemeinsam mit häuslichem Abwasser. Dies kann zu trockenen und heißen Bedingungen beitragen und erhöht bei Starkregen die Gefahr von Überflutungen, da die Mischkanalisation das Wasser nicht schnell genug aufnehmen kann.
Im Rahmen des Schwammstadtprinzips werden Flächen entsiegelt und durch wasserdurchlässige Beläge ersetzt. Dadurch kann Wasser im Boden gespeichert werden, verdunsten oder das Grundwasser speisen. Begrünte Dächer und Fassaden sowie zusätzliche Grünflächen tragen dazu bei, Wasser zu speichern, Schatten zu spenden und die Umgebung durch Verdunstung zu kühlen.
Weitere Maßnahmen sind Versickerungsmulden, die Niederschläge vor Ort aufnehmen und direkt dem Boden zuführen. Dadurch werden Kläranlagen entlastet.
Auch das Verhalten der Bevölkerung spielt eine Rolle. Weniger versiegelte Flächen in Siedlungsbereichen können zur nachhaltigen Wassernutzung beitragen.
„Mehr Lebensqualität im Siedlungsbereich und außerhalb der Ortschaften ein Schutz der landwirtschaftlichen Flächen vor Trockenheit und Erosion, all das bringt ein angepasstes Wassermanagement“, erklärt Martin Wuttke, Dezernent für Umwelt und Klima.
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