Gerlingen ist eine Stadt im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg. Die Kommune liegt westlich von Stuttgart und zählte Ende 2024 insgesamt 18.392 Einwohner.
Gerlingen ist eine Stadt im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg. Am 31. Dezember 2024 lebten dort 18.392 Einwohner. Die Stadt liegt westlich der Landeshauptstadt Stuttgart und etwa zehn Kilometer südwestlich der Kreisstadt Ludwigsburg. Gerlingen gehört zur Region Stuttgart und zur europäischen Metropolregion Stuttgart.
Die Stadt ist die südlichste Gemeinde im Landkreis Ludwigsburg. Sie liegt auf einer Höhe von 336 Metern über Normalnull. Das Stadtgebiet reicht vom südwestlichen Neckarbecken bis zu den Höhen des Glemswaldes.
Gerlingen gliedert sich in die Stadt Gerlingen sowie die Stadtteile Gehenbühl und Schillerhöhe. Zum Stadtgebiet gehören außerdem die Häuser Bopser, Forchenrain, Gerlinger Heide, Glemstal, Krummbachtal und Stöckach. Als abgegangene Ortschaften werden Hausen am Gerlinger See, Höferle und Burg Richtenberg genannt.
Im Norden grenzt Gerlingen an die Stadt Ditzingen im Landkreis Ludwigsburg. Im Osten liegt der Stadtkreis Stuttgart mit den Stadtteilen Hausen, Giebel, Bergheim, Solitude, Wildpark und Büsnau. Im Westen grenzt die Stadt Leonberg im Landkreis Böblingen an das Stadtgebiet.
Naturräumlich gliedert sich das Gebiet in zwei unterschiedliche Landschaftsbereiche. Im Norden hat Gerlingen Anteil am südwestlichen Neckarbecken mit lössbedeckten Gäulandschaften am Strohgäurand. Diese Flächen wurden vor der Siedlungsexpansion überwiegend landwirtschaftlich genutzt.
In Richtung Süden steigen die Höhen bis auf rund 500 Meter an. Dort prägen Streuobstwiesen, Weinberge und Wälder das Landschaftsbild. Dieser Bereich ist nur teilweise besiedelt. Die bewaldeten Keuperhöhen gehören zum etwa 30.000 Hektar großen Glemswald und reichen bis zur oberen Glems. Im Krummbachtal befinden sich bedeutende Vorkommen von Amphibien.
Auf der Höhe an der westlichen Stadtgrenze zu Leonberg liegt das Naturschutzgebiet Gerlinger Heide. Das Stadtgebiet hat Anteil an diesem rund 15 Hektar großen Schutzgebiet.
Der höchste Punkt der Gemarkung liegt auf 504,35 Metern, der niedrigste auf 307,03 Metern. Die Stadt erstreckt sich über eine lössbedeckte Hochfläche im Gipskeuperhügelland des Strohgäurandes und reicht bis zu den Glemswaldrandhöhen.
Gerlingen wurde um 797 erstmals erwähnt. Grabfunde belegen eine frühe Besiedlung des Gebietes. Im Jahr 797 besaß das Kloster Lorsch Güter in Gerlingen, die 902 vertauscht wurden. Besitz der Reichenau ist seit dem 13. Jahrhundert belegt.
Im Jahr 1308 fielen Dorf und Burg Richtenberg zusammen mit dem Glemsgau an Württemberg. Die Burg, die vor 1226 erbaut worden war, wurde 1311/12 im Reichskrieg gegen Eberhard von Württemberg zerstört. 1339 erwarb Württemberg außerdem den örtlichen Besitz der Grafen von Aichelberg.
Seit dem 14. Jahrhundert gehörte Gerlingen zum Amt und später zum Oberamt Leonberg. Danach war die Stadt Teil des Landkreises Leonberg und kam 1973 zum Landkreis Ludwigsburg.
1958 erhielt Gerlingen die Stadtrechte. Seit 1945 entwickelte sich die Stadt deutlich weiter. In den Nachkriegsjahren entstanden neue Wohngebiete ausgehend vom alten Ortskern vor allem in östlicher und teilweise auch südlicher Richtung. Später folgten Erweiterungen nach Westen, Süden und Osten sowie seit dem Ende der 1990er Jahre auch nach Norden.
Gerlingen ist über die Autobahn A 81, die Bundesstraße 295 sowie Landes- und Kreisstraßen an das Fernstraßennetz angebunden. Bereits 1926 bestand eine Verbindung zum Feuerbacher Straßenbahnnetz. Heute ist die Stadt an die Stadtbahnlinie U 6 der Stuttgarter Stadtbahn angeschlossen. Der weitere öffentliche Nahverkehr erfolgt über Buslinien im Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart.
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