Die Gemeinde Hambrücken blickt auf eine dokumentierte Geschichte seit 1161 mit kirchlicher, politischer und gesellschaftlicher Entwicklung zurück.
Hambrücken wurde im Jahr 1161 erstmals urkundlich erwähnt. Als Besitzer von „Hainbrucgen“ ist das Stift Odenheim genannt. Der Ortsname stammt aus dem Althochdeutschen. „Hain“ bezeichnet einen lichten Wald, „Hagan“ steht für Busch oder Zaun und „Brucca“ bedeutet Brücke oder Knüppeldamm.
Spätestens im Jahr 1366 gehörte der Ort zum Hochstift Speyer. Bis 1806 standen die Fürstbischöfe von Speyer als Landesherren über Hambrücken. Mit der Mediatisierung infolge des Reichsdeputationshauptschlusses kam der Ort 1803 zum Großherzogtum Baden.
Der Dreißigjährige Krieg führte zu erheblichen Bevölkerungsverlusten. In der Folge wurden Siedler aus verschiedenen Regionen Deutschlands angesiedelt. Familiennamen wie Krämer stammen aus der Eifel, während Namen wie Simianer und Soder aus dem Alpenraum überliefert sind. Der älteste noch heute vorkommende Familienname ist Grub.
Bereits um 1510 wird eine einfache Pfarrkirche aus Holz erwähnt. Um 1700 ließ Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn eine barocke Kirche mit Zwiebelturm errichten. Im Jahr 1742 entstand eine neue Pfarrkirche. Die heutige katholische Pfarrkirche St. Remigius wurde 1903 eingeweiht.
Der Ort war über mehr als 750 Jahre ein Straßendorf, geprägt von Viehweide- und Landwirtschaft. Um 1850 lebten 1.165 Menschen in Hambrücken.
Seit 1810 verfügt die Gemeinde über ein Schul- und Rathaus. Ein neues Rathaus wurde 1971 eingeweiht, 1996 erweitert und umgebaut sowie 2010 energetisch saniert.
Im Jahr 1999 überschritt Hambrücken die Marke von 5.000 Einwohnern. Im Jahr 2011 feierte die Gemeinde ihr 850-jähriges Bestehen.
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Wann wurde Hambrücken erstmals erwähnt?
Hambrücken wurde im Jahr 1161 erstmals urkundlich erwähnt.
Woher stammt der Ortsname?
Der Name stammt aus dem Althochdeutschen und setzt sich aus Begriffen für Wald, Busch und Brücke zusammen.
Zu welchem Herrschaftsgebiet gehörte Hambrücken?
Der Ort gehörte zum Hochstift Speyer und später ab 1803 zum Großherzogtum Baden.
Welche Auswirkungen hatte der Dreißigjährige Krieg?
Der Krieg führte zu starken Bevölkerungsverlusten und zur späteren Ansiedlung neuer Bewohner aus verschiedenen Regionen.
Wann wurde die heutige Pfarrkirche eingeweiht?
Die katholische Pfarrkirche St. Remigius wurde 1903 eingeweiht.