Die Gemeinde Kürnbach im Landkreis Karlsruhe vereint komplexe Geschichte, Weinbau und detaillierte Strukturdaten zu Bevölkerung, Finanzen und Geografie.
Kürnbach liegt im nordöstlichen Teil des Landkreises Karlsruhe in Baden-Württemberg und wird im Landesentwicklungsplan dem Ländlichen Raum zugeordnet. Die Gemeinde befindet sich im Weinbaugebiet Baden und gilt als Weinbaugemeinde im östlichen Landkreis Karlsruhe an der Grenze zum Enzkreis und Landkreis Heilbronn.
Die Gemarkung umfasst rund 12,67 Quadratkilometer. Geologisch treffen hier zwei Naturräume aufeinander: das Brettener Hügelland und das Kraich-Saalbach-Hügelland im Westen sowie das Keupervorland im Osten. Der niedrigste Punkt liegt am Humsterbach bei etwa 173 Metern über Normalnull, während das Gelände im Osten bis auf rund 322 Meter ansteigt. Die durchschnittliche Höhenlage beträgt 213 Meter über Normalnull.
Die Landschaft gehört vollständig zum Naturpark Stromberg-Heuchelberg. Rund 60 Prozent der Fläche sind als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen. Die Flächennutzung verteilt sich auf 24 Prozent Wald, 61 Prozent Landwirtschaft sowie 14 Prozent Siedlungs- und Verkehrsflächen. Die Rebfläche umfasst etwa 110 Hektar, der kommunale Wald rund 52 Hektar.
Historisch ist Kürnbach durch eine komplexe Herrschaftsgeschichte geprägt. Die erste Erwähnung erfolgte im Jahr 1181 unter dem Namen Quirinbach. Ab 1598 bestand ein Kondominat zwischen Württemberg und Hessen-Darmstadt. Der württembergische Anteil ging 1810 an Baden über, der hessische Anteil folgte erst 1905. Seitdem ist Kürnbach vollständig badisch. Mit der Gebietsreform 1973 wurde die Gemeinde dem Landkreis Karlsruhe zugeordnet.
Zur Gemeinde gehören neben dem Ortsteil Kürnbach mehrere Wohnplätze, darunter Heiligenäcker-Siedlung, Humstermühle, Klostermühle und Rohrmühle.
Die Bevölkerungsentwicklung zeigt einen Anstieg von 1.665 Einwohnern im Jahr 1950 auf 2.130 im Jahr 1970 und 2.277 im Jahr 2010. Zum 31. März 2025 wurden 2.438 Einwohner gezählt, davon 1.215 männlich und 1.223 weiblich.
Religiös verteilen sich die Einwohner auf 1.143 evangelische, 482 römisch-katholische und 795 sonstige Zugehörigkeiten.
Die Wohnstruktur ist geprägt durch einen Anteil von 71 Prozent Einfamilienhäusern. Die durchschnittliche Wohnfläche beträgt 52 Quadratmeter pro Einwohner (Stand 2018).
Im Bereich Beschäftigung lag der Anteil der Erwerbstätigen im Jahr 2019 bei 22 Prozent unter 30 Jahren, 42 Prozent zwischen 30 und unter 50 Jahren sowie 36 Prozent ab 50 Jahren. Im selben Jahr waren 2.014 Kraftfahrzeuge registriert.
Die Gemeindefinanzen weisen für das Jahr 2022 Erträge in Höhe von 5.530.418 Euro und Aufwendungen von 5.585.532 Euro aus, was zu einem Fehlbetrag von 55.114 Euro führte. Die Hebesätze liegen jeweils bei 370 Prozent für Grundsteuer A, Grundsteuer B und Gewerbesteuer.
Die Verschuldung betrug zum 31. Dezember 2021 insgesamt 1.684.340 Euro beziehungsweise 668 Euro pro Einwohner. Die Liquidität lag zum gleichen Zeitpunkt bei 2.453.589 Euro.
Die Wasserhärte beträgt 15,2 Grad deutscher Härte und wird als hart eingestuft.
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Was ist Kürnbach?
Kürnbach ist eine Gemeinde im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg und gehört zum Weinbaugebiet Baden.
Wie groß ist die Gemeinde Kürnbach?
Die Gemarkung umfasst etwa 12,67 Quadratkilometer.
Wie viele Einwohner hat Kürnbach?
Zum 31. März 2025 wurden 2.438 Einwohner gezählt.
Welche Besonderheit hat die Geschichte von Kürnbach?
Kürnbach war lange ein Kondominat zwischen Württemberg und Hessen-Darmstadt, das erst 1905 vollständig aufgelöst wurde.
Wie ist die Flächennutzung in Kürnbach verteilt?
24 Prozent Wald, 61 Prozent Landwirtschaft und 14 Prozent Siedlungs- und Verkehrsflächen.
Wie hoch ist die Verschuldung der Gemeinde?
Zum 31. Dezember 2021 betrug die Verschuldung 1.684.340 Euro beziehungsweise 668 Euro pro Einwohner.
Wie ist die Wasserqualität in Kürnbach?
Die Wasserhärte liegt bei 15,2 Grad deutscher Härte und gilt als hart.