Kleinsteinbach: Struktur, Geschichte und Infrastruktur

Kleinsteinbach: Struktur, Geschichte und Infrastruktur

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Kleinsteinbach ist kleinster Ortsteil von Pfinztal und geprägt durch Wohnstruktur, Verkehrsanbindung und historische Entwicklung.


Kleinsteinbach ist mit etwa 2270 Einwohnern der kleinste Ortsteil der Gemeinde Pfinztal im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg. Der Ort liegt an der Grenze zum Enzkreis und zur Gemarkungsfläche Karlsruhe.

Der Gemeindeteil verfügt über einen Stadtbahnanschluss, eine Grundschule, die Aloys-Henhöfer-Privatschule, einen Kindergarten sowie eine Mehrzweckhalle für örtliche Vereine. Ein zweiter Kindergarten ist geplant. Die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs erfolgt durch Einzelhandelsgeschäfte sowie das „Hammerwerkcenter“, das gemarkungsmäßig zu Söllingen gehört.

Kleinsteinbach ist überwiegend als Wohngemeinde geprägt. Mit der Erschließung zweier neuer Wohngebiete wurde im Jahr 2001 begonnen. Verwaltungsseitig dient die Ortsverwaltung im alten Rathaus als zentrale Anlaufstelle.

Die Verkehrsanbindung erfolgt über die Bundesstraße 10. Zudem liegt der Ort an der Bahnstrecke Karlsruhe–Mühlacker. Am Haltepunkt Kleinsteinbach verkehren die Stadtbahnlinien S5 und S51 zwischen Pforzheim, Karlsruhe und Wörth. Die Linie S5 wird stündlich als S6 nach Bad Wildbad verlängert. Zusätzlich besteht eine Busverbindung mit der Linie 152 nach Karlsbad zum Bahnhof Langensteinbach.

Geografisch ist Kleinsteinbach von den Flüssen Bocksbach und Pfinz durchzogen und von Bergen und Hängen umgeben. Angrenzende Orte sind Söllingen, Mutschelbach, Stupferich und Singen.

Wirtschaftlich ist nur begrenztes Gewerbe vorhanden. Neben Handwerks- und Gastronomiebetrieben ist unter anderem die Firma Edelstahl Rosswag ansässig.

Im Bildungsbereich bestehen eine Grundschule sowie mehrere Kindergärten. Die Aloys-Henhöfer-Schule bietet ein erweitertes schulisches Angebot von der Grundschule bis zum Gymnasium.

Zu den religiösen Einrichtungen zählen die evangelische Thomaskirche, erbaut von Friedrich Weinbrenner, sowie eine katholische Kirche, die nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurde. Eine Neuapostolische Kirche wurde 2020 mit der Gemeinde in Söllingen zusammengelegt.

Als öffentliche Einrichtung steht die Hagwaldhalle als Mehrzweckhalle zur Verfügung.

Im sportlichen Bereich sind unter anderem der Volleyballverein VSG Kleinsteinbach sowie der Fußballverein ATSV Kleinsteinbach aktiv.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählt der Pfinztaler Skulpturenweg, der seit 2001 besteht und entlang des Bocksbachs verläuft. Er umfasst 23 Kunstwerke verschiedener Künstler. Der Rokycanyplatz bildet einen zentralen Punkt dieses Weges und wird als Aufenthaltsbereich gestaltet.

Historisch wurde Kleinsteinbach erstmals im Jahr 1328 als „Niedern Steinbach“ urkundlich erwähnt. Bereits 1346 ist die Bezeichnung „Cleinen Steinbach“ belegt. Vom 14. bis zum 16. Jahrhundert stand der Ort unter der Herrschaft der Herren von Remchingen als Lehnsleute der badischen Markgrafen. Im Jahr 1562 wurde Kleinsteinbach an den Markgrafen von Baden verkauft.

Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde der Ort 1692 zerstört und geplündert. Bis ins 19. Jahrhundert blieb Kleinsteinbach überwiegend ein Bauerndorf. Mit dem Eisenbahnbau im Jahr 1859 setzte ein struktureller Wandel ein.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zentrale Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt, darunter die Erschließung von Baugebieten, der Bau eines Kanalnetzes, eines Klärwerks sowie eines Wasserhochbehälters. Zudem entstanden eine Schule und ein Kindergarten.

Am 1. Januar 1974 wurde Kleinsteinbach in die Gemeinde Pfinztal eingegliedert.

 


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Wichtige Fragen zu Kleinsteinbach in Pfinztal

Wie viele Einwohner hat Kleinsteinbach?
Kleinsteinbach hat etwa 2270 Einwohner.

Wo liegt Kleinsteinbach?
Der Ort liegt im Landkreis Karlsruhe an der Grenze zum Enzkreis.

Welche Verkehrsanbindungen bestehen in Kleinsteinbach?
Der Ort ist über die Bundesstraße 10, die Bahnstrecke Karlsruhe–Mühlacker sowie Busverbindungen angebunden.

Wann wurde Kleinsteinbach erstmals erwähnt?
Kleinsteinbach wurde im Jahr 1328 erstmals urkundlich erwähnt.

Welche Einrichtungen gibt es im Ort?
Es gibt unter anderem Schulen, Kindergärten, eine Mehrzweckhalle sowie soziale und kirchliche Einrichtungen.

Was sind bekannte Sehenswürdigkeiten in Kleinsteinbach?
Zu den Sehenswürdigkeiten zählen der Skulpturenweg und der Rokycanyplatz.

Wann wurde Kleinsteinbach Teil von Pfinztal?
Die Eingemeindung erfolgte am 1. Januar 1974.

 

 

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