Mit Beginn der Urlaubssaison nehmen betrügerische Angebote für Ferienunterkünfte zu. Die Polizei nennt typische Warnzeichen und Schutzmaßnahmen.
Mit Blick auf die bevorstehende Urlaubssaison steigt die Nachfrage nach Pauschalreisen, Cluburlauben und Ferienunterkünften. Reiseveranstalter werben mit Frühbucherrabatten, während Reiseportale und Preisvergleichsseiten eine große Auswahl an Angeboten bereitstellen. Durch häufige Preisänderungen und schnell vergriffene Unterkünfte entsteht Zeitdruck, der zu vorschnellen Buchungen führen kann. Die Seriosität eines Angebots ist dabei nicht immer sofort erkennbar.
Nach Angaben der Polizei nutzen Kriminelle diese Situation gezielt aus. Sie bieten insbesondere Ferienimmobilien in beliebten Urlaubsorten an, die tatsächlich nicht existieren. Nach der Buchung verlangen die Täter die vollständige Vorauszahlung. Bei der Anreise stellen Geschädigte fest, dass keine Unterkunft vorhanden ist und kein Ansprechpartner erreicht werden kann. Das überwiesene Geld ist in vielen Fällen verloren.
Die Polizei weist auf mehrere typische Warnzeichen hin. Auffällig niedrige Preise, die deutlich unter dem ortsüblichen Niveau vergleichbarer Unterkünfte liegen, gelten als Hinweis auf mögliche Betrugsangebote. Ebenso kritisch sind fehlende oder widersprüchliche Impressumsangaben, etwa wenn Firmensitz, Steuernummer oder verantwortliche Personen nicht genannt werden oder die Angaben nicht überprüfbar sind.
Auch bei Bildern der Unterkunft ist Vorsicht geboten. Fotos können kopiert oder mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt worden sein. Eine umgekehrte Bildersuche kann Mehrfachverwendungen aufdecken. Zudem gilt eine eingeschränkte Erreichbarkeit als Warnsignal, wenn die Kommunikation ausschließlich über E-Mail oder Messenger erfolgt und keine gültige Telefonnummer angegeben ist.
Bei der Bezahlung rät die Polizei zur Vorsicht, wenn Anbieter ausschließlich Vorkasse per Überweisung oder Bargeldtransferdienste verlangen. Sichere Zahlungsarten wie Lastschrift oder Kreditkarte bieten im Ernstfall bessere Möglichkeiten zur Rückbuchung. Persönliche Daten sollten nur über gesicherte Internetverbindungen übermittelt werden. Auch die Weitergabe von Ausweiskopien oder sensiblen Bankdaten sollte kritisch geprüft werden, da diese Daten für weitere Straftaten missbraucht werden können.
Wer einen Betrug vermutet oder bereits geschädigt ist, sollte den Betreiber des Buchungsportals informieren, die Bank oder den Zahlungsdienstleister wegen einer möglichen Rückholung des Geldes kontaktieren und Anzeige bei der Polizei erstatten. Weitere Informationen stellt die Polizei online zur Verfügung.
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