Energiezentrale Rutesheim im Überblick

Neue Energiezentrale in Rutesheim in Betrieb genommen

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Nach rund einjähriger Bauzeit ist die Energiezentrale am Schulzentrum Rutesheim gestartet.


Nach rund einjähriger Bauzeit ist die neue Energiezentrale neben dem Schulzentrum in Rutesheim fertiggestellt worden. In der vergangenen Woche wurde der Hackschnitzel-Heizkessel erstmals in Betrieb genommen. Das Anzünden des Holzes übernahm Markus Sattler, Technischer Leiter der Stadtwerke Rutesheim.

Ein weiterer Schritt folgt Ende März, wenn zwei Wärmepumpen den Betrieb aufnehmen. Ab April 2026 soll das gesamte Schulzentrum mit Wärme aus erneuerbaren Energien versorgt werden.

Die Energiezentrale kombiniert Wärmepumpentechnologie mit einer Holzheizanlage. Von März bis Oktober liefern die Wärmepumpen Wärme aus der Umgebungsluft. In den Wintermonaten unterstützt die Holzheizanlage die Versorgung. Als Brennstoff werden Holzhackschnitzel aus dem städtischen und regionalen Forst eingesetzt. Das Lager ermöglicht eine Bevorratung für etwa fünf bis vierzehn Tage.

Bis zum Sommer 2026 soll der erste Bauabschnitt des Wärmenetzes Süd abgeschlossen sein. Dann werden zusätzlich zum Schulzentrum auch die beiden Bühlhallen, der Jugendtreff sowie weitere Gebäude entlang der Robert-Bosch-Straße mit Wärme versorgt.

Die Energiezentrale ist Teil der Wärmeplanung der Stadt Rutesheim aus dem Jahr 2023. Ziel ist eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis zum Jahr 2045. Im Endausbau kann die Anlage rund 20 Prozent des gesamten Heizenergiebedarfs in Rutesheim aus erneuerbaren Quellen decken.

Neben dem Klimaschutz trägt das Projekt zur regionalen Wertschöpfung bei. Der Einsatz von Holz aus heimischen Wäldern stärkt die Unabhängigkeit von internationalen Energiemärkten.

Der weitere Ausbau des Wärmenetzes ist geplant. Perspektivisch sollen weitere Bereiche der Stadt angeschlossen werden. Zunächst richtet sich der Fokus auf Innenstadtbereiche. Eigentümerinnen und Eigentümer sollen kontaktiert und Anschlussmöglichkeiten geprüft werden. Die Umsetzung hängt von der Nachfrage und der Bewilligung von Fördermitteln ab.

Für das Gebiet Mahdenwiesen besteht eine hohe Nachfrage. Aufgrund begrenzter Kapazitäten werden jedoch zunächst andere Bereiche priorisiert. Das Gebiet bleibt Teil der langfristigen Planungen.

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