Eine überlieferte Sage aus Weissach berichtet von einem Streit zwischen der Gemeinde Weissach und dem Kloster Maulbronn.
Der Erzählung zufolge musste Weissach in einer Notlage Waldflächen in Bonlanden und im Maisental verpfänden. Das geliehene Geld sollte an einem bestimmten Tag des Jahres 1210 um 12 Uhr mittags persönlich an den Abt zurückgegeben werden.
Vertreter der Gemeinde trafen rechtzeitig in Maulbronn ein. Der Abt war jedoch zunächst nicht anwesend. Während des Wartens erhielten sie Essen und Wein.
Kurz nach 12 Uhr erschien der Abt und erklärte, das Geld sei nicht rechtzeitig übergeben worden. Die Waldungen seien daher an das Kloster verfallen.
Zwei Jahre später soll der Abt nach der Überlieferung getötet worden sein. Der sich schützende Abt ist bis heute die Hauptfigur des Marktbrunnens.