Waghäusel im Landkreis Karlsruhe umfasst drei Stadtteile und weist eine lange historische Entwicklung sowie eine klare geografische Struktur auf.
Die Große Kreisstadt Waghäusel liegt am Nordrand des Landkreises Karlsruhe in Baden-Württemberg. Der südfränkische Name lautet Woghaisel.
Die Stadt besteht aus den drei Stadtteilen Kirrlach, Wiesental und Waghäusel. Sie ist nach dem kleinsten und jüngsten dieser drei Stadtteile benannt.
Waghäusel liegt in der Oberrheinischen Tiefebene etwa in der Mitte zwischen den Städten Karlsruhe und Mannheim.
Die Stadtgliederung umfasst den Stadtteil Waghäusel mit 1.174 Einwohnern, Kirrlach mit 9.753 Einwohnern und Wiesental mit 10.598 Einwohnern. Die räumlichen Grenzen entsprechen den früheren Gemeinden gleichen Namens. Eine Ausnahme bildet das Gebiet des Bebauungsplanes „Gewerbegebiet Löcherjagen II“, das früher zur Gemeinde Waghäusel gehörte und heute dem Stadtteil Kirrlach zugeordnet ist.
Die Stadtteile bilden gleichzeitig Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung. Zu den Stadtteilen Kirrlach und Waghäusel gehören jeweils nur die gleichnamigen Dörfer. Zum Stadtteil Wiesental zählen zusätzlich die Häuser bei der Schönborner Mühle, die Bahnstation Waghäusel sowie die Bahnstation Wiesental.
Flächenmäßig ist Wiesental mit 2.124 Hektar der größte Stadtteil, gefolgt von Kirrlach mit 1.938 Hektar und Waghäusel mit 222 Hektar. Die Gesamtfläche der Gemarkung beträgt 4.284 Hektar. Davon entfallen 844 Hektar auf Siedlungs- und Verkehrsflächen, 1.268 Hektar auf landwirtschaftliche Nutzung sowie 2.172 Hektar auf Wald, Wasser und sonstige Flächen.
Das Stadtgebiet umfasst 42,84 Quadratkilometer und erstreckt sich in die Hardtebenen des nördlichen Oberrhein-Tieflands. Es gliedert sich in sandige bis kiesige Dünen und Schotterflächen der Niederterrasse des Lußhardts sowie in lehmige Niederungen am Bruchrand.
Der tiefste Punkt liegt auf etwa 103 Meter über Normalnull am Kriegbach an der Grenze zu Neulußheim. Die höchste Erhebung befindet sich im Nordosten im Oberen Lußhardt bei rund 108 Meter über Normalnull.
Der Landesentwicklungsplan ordnet Waghäusel der Randzone des Verdichtungsraums Karlsruhe/Pforzheim zu.
Historisch gehörten Wiesental und Kirrlach seit dem 13. Jahrhundert zum Hochstift Speyer. Ab 1772 waren sie in der Landfautei am Bruhrain dem Amt Philippsburg zugeordnet. Mit der Säkularisation im Jahr 1803 wurden beide Orte badisch und dem Amt Philippsburg zugeteilt, das ab dem 24. Juli 1813 als Bezirksamt geführt wurde.
Am 1. Oktober 1864 ging das Gebiet in das Bezirksamt über und am 25. Juni 1939 in den Landkreis Bruchsal.
Waghäusel selbst war ein Wallfahrtsort aus dem 15. Jahrhundert. Im Jahr 1639 wurde ein Kloster errichtet. In den Jahren 1720 bis 1723 entstand das Schlösschen Eremitage.
Das Dorf Waghäusel gehörte bis zum 20. Mai 1930 zur Oberhausener Gemarkung und wurde anschließend eine selbstständige Gemeinde im Bruchsaler Sprengel.
Zum 1. Januar 1973 wechselten die drei Orte in den Landkreis Karlsruhe. Am 1. Januar 1975 schlossen sie sich zur neuen Gemeinde Waghäusel zusammen. Am 1. Mai 1984 wurde Waghäusel zur Stadt erhoben.
Das Gemeindegebiet liegt in der Rheinebene und erstreckt sich über die Lußhardt. Es wird durch Bachniederungen wie Wagbach, Duttlacher Graben und Kriegbach gegliedert.
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Wo liegt Waghäusel?
Waghäusel liegt am Nordrand des Landkreises Karlsruhe in Baden-Württemberg in der Oberrheinischen Tiefebene zwischen Karlsruhe und Mannheim.
Aus welchen Stadtteilen besteht Waghäusel?
Die Stadt besteht aus Kirrlach, Wiesental und Waghäusel.
Wie groß ist das Stadtgebiet von Waghäusel?
Das Stadtgebiet umfasst 42,84 Quadratkilometer beziehungsweise 4.284 Hektar.
Wie viele Einwohner haben die Stadtteile?
Waghäusel hat 1.174 Einwohner, Kirrlach 9.753 und Wiesental 10.598.
Wann wurde Waghäusel zur Stadt?
Waghäusel wurde am 1. Mai 1984 zur Stadt erhoben.
Welche historischen Zugehörigkeiten gab es?
Wiesental und Kirrlach gehörten zum Hochstift Speyer und wurden 1803 badisch. Später gehörten sie zum Amt Philippsburg und zum Landkreis Bruchsal.