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Verfassungsschutzbericht 2024: Baden-Württemberg warnt vor hybriden Bedrohungen, Extremismus und Cyberangriffen

Stuttgart, 26. Juni 2025 – „Wir leben in angespannten Zeiten“, fasste Innenminister Thomas Strobl die Lage bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2024 zusammen. Die 150-seitige Analyse dokumentiert wachsende Gefahren durch russische Desinformation, Sabotage und Cyberspionage, aber ebenso durch Islamismus, Rechtsextremismus, Linksextremismus sowie die Reichsbürger-Szene. Präsidentin des Landesamts für Verfassungsschutz Beate Bube betonte dennoch: „Unser Rechtsstaat ist wehrhaft und kann sich verteidigen.“

Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick

Themenfeld Zentrale Befunde
Hybride Angriffe & Desinformation Rekordzahl russischer Sabotageakte in Europa; Taskforce Desinformation der Landesregierung seit 2024 im Einsatz.
Cyberwar Hohe abstrakte Gefährdung durch staatlich gesteuerte Hacker aus Russland und China; Ziel sind Forschung, Industrie und Verwaltung.
Islamismus 4 020 Personenpotenzial (davon 1 350 Salafisten). Zunehmende Radikalisierung Minderjähriger (Geburtsjahre 2004–2011).
Rechtsextremismus Anstieg auf 3 140 Rechtsextremisten; 2 569 Delikte (+37 %); Zuwachs jugendlicher Neonazi-Gruppen und AfD-Extremisten.
Linksextremismus 342 Straftaten (+10 %); Fokus auf Störungen von AfD-Veranstaltungen, leichte Zunahme gewalttätiger Aktionen.
Reichsbürger & Selbstverwalter Szene wächst auf 4 200 Personen; 10 % gelten als gewaltorientiert; Großprozess um „Prinz-Reuss“-Gruppe in Stuttgart.
Neue Beobachtungsobjekte „Palästina Spricht“ & „Palästinakomitee Stuttgart e. V.“ als Verdachtsfälle wegen israelfeindlicher Agitation.

 

 

Original PM:

Pressemitteilung

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