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Östringen im Landkreis Karlsruhe wurde erstmals im Jahr 768 urkundlich erwähnt. Die Entwicklung der heutigen Stadt ist eng mit Klostergründungen, regionalen Herrschaftsstrukturen und kommunalen Reformen verbunden.
Östringen ist eine Stadt im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg. Die Siedlung wurde erstmals im Jahr 768 im Codex Laureshamensis des Klosters Lorsch erwähnt. In diesem Zusammenhang erscheinen auch die historischen Namensformen Ostringen im Jahr 768, Austringa im Jahr 773 und Ostrincheim im Jahr 801. Diese Überlieferungen stammen aus Kopialabschriften des 12. Jahrhunderts.
Der Ort entstand als Haufendorf in einem nach Westen zur Rheinebene entwässernden Nebental des Kraichbachs. Reihengräberfunde beim Friedhof weisen auf frühe Siedlungsspuren hin.
Im frühen Mittelalter bestand umfangreicher Grundbesitz des Klosters Lorsch. Noch im Jahr 1071 befand sich Besitz des Klosters auf dem Heiligenberg bei Heidelberg. Die Herrschaftsrechte gelangten über die Kraichgaugrafen oder die Grafen von Calw zur Burg Kislau und gingen mit dieser vor 1250 an das Bistum Speyer über.
Während der Zeit der Stammesherzogtümer gehörte Östringen zum Herzogtum Franken. Im 10. und 11. Jahrhundert befand sich die Großmotte Wigoldesberg bei Eichelberg als Verwaltungssitz der Kraichgaugrafen. Nach 1103 verlegten die Grafen von Lauffen den Verwaltungssitz auf die Gaugrafenburg bei Bretten. Zwischen etwa 1110 und 1118 gründete Bischof Bruno von Trier mit Zustimmung seines Bruders Boppo III. von Lauffen auf dem Wigoldesberg ein Kloster mit Hirsauer Statuten. Die Grafen von Lauffen erhielten dabei vererbbare Vogteirechte. Vor der Mitte des 12. Jahrhunderts wurde das Kloster in ein zwei Kilometer entferntes Tal verlegt.
Die Geschichte der umliegenden Siedlungen ist eng mit diesem Kloster verbunden. Die Siedlung Tiefenbach wurde im Jahr 1122 als Tiephenbach erstmals erwähnt. Eichelberg folgte im Jahr 1161 mit einer urkundlichen Erwähnung. Der von den Mönchen eingeführte Weinbau spielte für die wirtschaftliche Entwicklung der Region eine wichtige Rolle. Im Jahr 1496 wurde das Kloster in ein weltliches, freiadliges Ritterstift umgewandelt.
Eine weitere urkundlich belegte Siedlung war die Wüstung Eberhardsweiler südöstlich von Östringen, die im Jahr 1337 erwähnt wird. In dieser Zeit wird auch eine St.-Ulrichs-Kapelle genannt, die um 1400 bereits nicht mehr bestand.
Die Pfarrkirche von Östringen wurde erstmals im Jahr 1292 erwähnt. Der Kirchensatz war 1402 und vermutlich schon früher ein ellwangisches Lehen für die Ritter von Hohenhardt. Nach 1420 wurde er an das Heidelberger Heiliggeiststift verkauft. Das Patrozinium St. Cacilia ist erst in der Neuzeit belegt. Die katholische Pfarrkirche stammt aus dem Jahr 1894. Eine evangelische Kirchengemeinde besteht seit 1968, eine neue Kirche wurde bereits 1959 errichtet. Eine Synagoge aus dem Jahr 1834 wurde nach 1938 abgebrochen.
Mit dem Reichsdeputationshauptschluss und der Auflösung des Hochstifts Speyer kam Östringen im Jahr 1803 zu Baden. Seit 1807 war Bruchsal zuständiger Amtssitz.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich in Östringen und Odenheim eine Zigarrenindustrie. In Eichelberg und Tiefenbach blieb dagegen die Landwirtschaft, insbesondere der Weinbau, vorherrschend.
Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurden Eichelberg und Tiefenbach am 1. Januar 1972 nach Östringen eingemeindet. Am 1. Januar 1974 folgte die Eingemeindung von Odenheim.
Am 11. Juli 1981 wurde Östringen vom damaligen Innenminister von Baden-Württemberg und späteren Bundespräsidenten Roman Herzog zur Stadt erhoben. In der Kernstadt leben rund 7200 Einwohner auf einer Fläche von 1624 Hektar.
Seit 1998 verbindet eine Stadtbahn der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft den Karlsruher Hauptbahnhof über Bruchsal mit Odenheim.
Zum Stadtgebiet gehören neben der Kernstadt Östringen die Ortsteile Odenheim, Tiefenbach und Eichelberg.
Odenheim wurde erstmals im Jahr 769 urkundlich erwähnt und liegt im Katzbachtal im Kraichgauer Hügelland. Der Ort liegt an einer alten Römerstraße. Odenheim gehörte von 1803 bis 1807 zum Amt Odenheim und ist seit dem 1. Januar 1974 Teil der Stadt Östringen. Heute leben dort rund 3700 Einwohner auf etwa 2100 Hektar.
Tiefenbach wurde erstmals im Jahr 1123 urkundlich erwähnt und liegt in der Kraichgauer Hügellandschaft. Der Ort wurde am 1. Januar 1972 eingemeindet und umfasst etwa 917 Hektar mit über 1300 Einwohnern. Die höchste Erhebung ist der Kreuzberg mit 290 Metern.
Eichelberg wurde ebenfalls am 1. Januar 1972 eingemeindet. Zuvor gehörte der Ort zum Landkreis Sinsheim. Dort leben 674 Einwohner auf etwa 673 Hektar Fläche. Der Weinbau prägt die Ortslage seit langer Zeit. Ein Keltereigebäude besteht bereits seit dem 16. Jahrhundert.
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