Im Oberen Gäu wurde erneut das jährliche Monitoring für das stark gefährdete Rebhuhn durchgeführt. Rund 50 Ehrenamtliche beteiligten sich an den Zählungen.
Im Oberen Gäu ist das diesjährige Monitoring für das stark gefährdete Rebhuhn abgeschlossen worden. Die Zählungen fanden in Bondorf, Mötzingen, Jettingen und Gäufelden statt.
An jeweils zwei Abenden waren rund 50 Ehrenamtliche im Einsatz. Sie begaben sich mit Klangattrappen und Kartiermaterial auf festgelegte Routen. Dabei wurde während der Balzzeit der Ruf eines Rebhahns simuliert. Ziel ist es, dass andere Rebhähne auf den vermeintlichen Rivalen reagieren und zurückrufen.
Das Monitoring wurde in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal durchgeführt. Die Erhebungen liefern wichtige Daten zum Vorkommen der seltenen Feldvögel und zur Entwicklung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft.
Nach Angaben der Beteiligten waren die Rufe der Rebhühner in diesem Jahr eher verhalten. Vera Lorenz vom Landschaftserhaltungsverband Landkreis Böblingen erklärte, dass es für das Projekt entscheidend sei, Entwicklungen über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Ökosysteme und Arten würden in komplexen Zusammenhängen funktionieren.
Die für das Rebhuhn geschaffenen Lebensräume wie Blühbrachen oder Niederhecken bieten auch zahlreichen anderen Tierarten Rückzugsorte und Nahrung. Dazu zählen unter anderem Insekten, Fledermäuse und Kleinsäuger.
Zum Schutz der Tiere wird darum gebeten, Hunde beim Spazierengehen im Oberen Gäu an der Leine zu führen.
Das Monitoring wird vom Landschaftserhaltungsverband Böblingen organisiert. Dabei arbeitet der Verband mit der Wildforschungsstelle sowie mit Landwirten, Jägern und Naturschützern vor Ort zusammen.
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