Eberdingen

Hinweis: Inhalte dieser Website wurden ganz oder teilweise mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder redaktionell bearbeitet. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Wir übernehmen keine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität. Wir sind kein Veranstalter; verantwortlich sind ausschließlich die jeweiligen Anbieter bzw. Veranstalter.

Eberdingen - Geschichte der Ortsteile

Eberdingen: Geschichte und Ortsteile im Überblick

Die Gemeinde Eberdingen im Landkreis Ludwigsburg vereint drei historisch geprägte Ortsteile mit unterschiedlichen Entwicklungen.


Eberdingen ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg. Sie gehört zur Region Stuttgart und zur Randzone der europäischen Metropolregion Stuttgart. Die Gemeinde besteht seit 1975 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Eberdingen, Hochdorf an der Enz und Nussdorf.

Der Ortsteil Eberdingen wurde um das Jahr 1100 n. Chr. erstmals in einem Schenkungsbuch des Klosters Hirsau urkundlich erwähnt. Die Siedlung war zunächst eine bäuerlich geprägte Dorfgemeinschaft mit wechselnden Ortsherrschaften, darunter die Grafen von Calw, Grafen von Eberstein, Herren von Liebenstein, das Kloster Hirsau, die Familie von Reischach und das Haus Württemberg.

Im Jahr 1511 erwarb der Hirsauer Abt Johannes von Heinrich von Liebenstein und dessen Sohn Friedrich ein Drittel Besitz in Eberdingen. Das Kloster Hirsau betrieb zu dieser Zeit wirtschaftliche Aktivitäten, insbesondere im landwirtschaftlichen Bereich und im Weinbau. Aus den Hirsauer Akten gehen für Eberdingen Zehntweinlieferungen von 170 Hektolitern in den Jahren 1521/22 und 220 Hektolitern in den Jahren 1526/27 hervor. Da der Zehntwein einem Siebtel der Gesamtproduktion entsprach, ergibt sich daraus eine höhere Gesamtmenge an erzeugtem Wein. Der nicht selbst genutzte Wein wurde in Regionen wie Bayern, Nordschweiz, Norddeutschland, die Niederlande und England verkauft. Umschlagplatz war der Weinhof in Ulm.

Das letzte Drittel Eberdingens war bis 1511 ein gräflich ebersteinisches Lehen und kam 1534 im Zuge der Säkularisation an Württemberg. Im selben Jahr wurde in Eberdingen und Nussdorf die Reformation eingeführt. In Hochdorf erfolgte diese 21 Jahre später. Im Jahr 1812 hatte der Ort etwa 750 Einwohner, heute leben rund 1.900 Einwohner im Ortsteil Eberdingen.

Im Ortsteil Hochdorf an der Enz reichen die ältesten Spuren menschlicher Besiedlung bis ins 4. Jahrtausend v. Chr. zurück. Aus der Hallstattzeit (750–450 v. Chr.) stammt ein 1978 entdecktes, unberaubtes Prunkgrab eines keltischen Fürsten. Der Grabhügel im Gewann Biegel wurde 1985 rekonstruiert. Das rekonstruierte Grab ist im 1991 eröffneten Keltenmuseum Hochdorf/Enz zugänglich. Das Museum verzeichnet bis heute nahezu 300.000 Besucher.

Hochdorf wurde erstmals im Jahr 779 urkundlich erwähnt. Die Besiedlung durch Römer, Alemannen und Franken ist nachgewiesen. Die Herrschaftsverhältnisse wechselten mehrfach, bevor ab Beginn des 18. Jahrhunderts die Freiherren von Tessin Ortsherren wurden. Mit der Industrialisierung im 20. Jahrhundert wandelte sich Hochdorf schrittweise von einer bäuerlichen Struktur hin zu einer technisch geprägten Siedlung. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verlor der Ort endgültig den Charakter eines Bauerndorfes.

Der Ortsteil Nussdorf weist Siedlungsspuren aus der römischen Zeit des 1. und 2. Jahrhunderts n. Chr. auf. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte ebenfalls um das Jahr 1100 n. Chr. Die Besitzverhältnisse wechselten im Laufe der Geschichte zwischen verschiedenen Herrschaften, darunter das Kloster Hirsau, die Grafen von Vaihingen, die Trucksessen von Höfingen, die Freiherren und Grafen von Reischach sowie das Haus Württemberg.

Ein einschneidendes Ereignis war der April 1945, als Nussdorf am Ende des Zweiten Weltkrieges durch Beschuss zu drei Vierteln zerstört wurde und zahlreiche Einwohner ums Leben kamen. Der Wiederaufbau erfolgte kurz nach Kriegsende. Heute hat sich der Ortsteil zu einer Wohngemeinde mit knapp 2.000 Einwohnern entwickelt.

Zu den Baudenkmälern in Nussdorf zählen das Schloss der Freiherren von Reischach, ursprünglich im 15. Jahrhundert erbaut und 1879 umgebaut, sowie die Pfarrkirche zum Heiligen Kreuz aus dem Jahr 1482. Ebenfalls bedeutend ist die ehemalige Martinskirche, die 1498 erbaut, 1643 zerstört, 1670 wieder aufgebaut und am Ende des Zweiten Weltkriegs erneut weitgehend zerstört wurde. Erhalten sind der wiederhergestellte Turm und Teile der Sakristei.


#Eberdingen #Ludwigsburg #BadenWuerttemberg #HochdorfEnz #Nussdorf #Geschichte #Keltenmuseum #RegionStuttgart


Zentrale Fragen und Antworten zur Geschichte von Eberdingen

Was ist Eberdingen?
Eberdingen ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg, bestehend aus drei Ortsteilen.

Wann wurde Eberdingen erstmals erwähnt?
Der Ortsteil Eberdingen wurde um das Jahr 1100 n. Chr. erstmals urkundlich erwähnt.

Welche Bedeutung hatte der Weinbau in Eberdingen?
Im 16. Jahrhundert wurden laut Klosterakten erhebliche Weinmengen produziert, darunter 170 Hektoliter 1521/22 und 220 Hektoliter 1526/27 als Zehntwein.

Was ist das Keltenmuseum Hochdorf/Enz?
Es wurde 1991 eröffnet und zeigt ein rekonstruiertes Prunkgrab eines keltischen Fürsten aus der Hallstattzeit.

Wann wurde Hochdorf erstmals urkundlich erwähnt?
Hochdorf wurde im Jahr 779 erstmals urkundlich erwähnt.

Was geschah im April 1945 in Nussdorf?
Der Ort wurde durch Beschuss zu drei Vierteln zerstört, wobei zahlreiche Einwohner ums Leben kamen.

 

Pin It

Kommentar schreiben

Senden
Anzeige Werbung:
Anzeige Werbung:
Anzeige Werbung: