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Das barocke Schloss Freudental blickt auf eine wechselvolle Nutzungsgeschichte seit dem 18. Jahrhundert zurück.
Das Schloss Freudental, auch Grävenitzsches Schloss genannt, ist ein Barockschloss in Freudental im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg.
Vor dem Bau des heutigen Schlosses existierte bereits ein Vorgängerbau aus dem 16. Jahrhundert. Im Jahr 1727 erwarb Wilhelmine von Grävenitz, Landeshofmeisterin und Mätresse von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg, Freudental für 47.000 Gulden.
1728 ließ sie den bestehenden Bau durch den Baumeister Paolo Retti renovieren. Retti war zuvor am Bau des Ludwigsburger Schlosses beteiligt. Im Jahr 1729 beauftragte die Gräfin den Bau eines neuen Schlosses südlich des Altbaus. Das Gebäude wurde 1731 fertiggestellt. Für die schlüsselfertige Übergabe erhielt Retti 10.000 Gulden.
Bereits 1732 verlor Wilhelmine von Grävenitz Freudental samt Schloss an Württemberg. Herzog Eberhard Ludwig hatte sie zuvor verhaften lassen.
Ab 1742 diente das Gebäude als Sitz des Oberforstmeisters am Stromberg. Ab 1807 war dort zusätzlich die Kameralverwaltung der Hof- und Domänenkammer untergebracht.
Im Jahr 1810 ließ König Friedrich I. von Württemberg durch Nikolaus Thouret umfangreiche Umbauten vornehmen. Das Schloss wurde zu einem Jagd- und Sommerschloss ausgebaut. Der alte Schlossflügel wurde bis auf das Erdgeschoss abgetragen und als größerer Kavaliersbau neu errichtet. Auch das Innere des neueren Schlossgebäudes wurde vollständig umgestaltet.
Nach dem Tod von König Friedrich I. im Jahr 1816 wurde das Schloss längere Zeit nicht genutzt. Ab 1860 befand sich im Kavaliersbau die Dienstwohnung des Hofkammerförsters. Zeitweise wurde dort auch eine christliche Volksschule eingerichtet.
Ab 1867 nutzten Pensionärinnen des Katharinenstifts das Schlossgut für Sommeraufenthalte. 1903 erwarb Freiherr Wilhelm Schertel von Burtenbach das Anwesen. 1911 wurde das Schloss für 70.000 Mark an den Stuttgarter Ortskrankenkassenverband verkauft und durch das Architektenbüro Suter & Liedecke umgebaut.
Während beider Weltkriege diente das Schloss als Lazarett. In den ersten Nachkriegsjahren wurde dort ein Lungensanatorium betrieben.
1961 erwarb der Landkreis Ludwigsburg das Schloss für 730.000 DM und ließ es für 500.000 DM zu einem Alten- und Pflegeheim umbauen. Ab 1962 wurde das Gebäude entsprechend genutzt.
Im Jahr 2007 kaufte der Kunsthändler und Verleger Rudolf Bayer das Schloss und nutzte es als Tagungsstätte. Im Sommer 2020 wurde das Ensemble an die Wohninvest Verwaltungs GmbH verkauft. Diese plante die Einrichtung einer privaten Akutklinik für Psychiatrie und Psychotherapie.
Im Jahr 2025 firmiert die Einrichtung als Privatklinik Schloss Freudental unter dem Dach der BühlerHealthCare AG.
Der Schlossgarten wurde ursprünglich von Wilhelmine von Grävenitz mit Orangerie angelegt. König Friedrich I. ließ die Anlage auf 11 Hektar erweitern und im Stil eines englischen Landschaftsgartens gestalten. Aus dieser Zeit stammt auch der Englische Graben, der das Gelände umschließt.
Durch den Park verläuft das sogenannte Königssträßle, das das Schloss mit der Bietigheimer Chaussee verbinden sollte. Entlang dieses Weges befinden sich zwei rechteckige Weiher mit Inseln. Auf diesen ließ König Friedrich ein Vogelhaus und einen Billardpavillon errichten.
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