Magstadt

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St. Johannes-Kirche Magstadt Geschichte

St. Johannes-Kirche Magstadt: Geschichte und Architektur

Die evangelische Kirche St. Johannes der Täufer prägt seit Jahrhunderten das Ortsbild von Magstadt und gilt als bedeutendes Baudenkmal.


Die evangelische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer steht im Zentrum von Magstadt im Landkreis Böblingen. Das Bauwerk ist als Baudenkmal eingetragen und gehört zum Kirchenbezirk Böblingen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Bereits früh bestand in Magstadt eine Holzkapelle, später eine romanische Sandsteinkirche aus dem 10. Jahrhundert. Ab etwa 1490 wurde unter dem aus Magstadt stammenden Bebenhausener Abt Bernhard Rockenbauch mit dem Bau der heutigen Kirche begonnen. Der Bau im spätgotischen Stil wurde im Jahr 1511 abgeschlossen und geweiht.

Die Kirche war zunächst etwa 25 Jahre katholisch und wurde im Zuge der Reformation 1534 evangelisch. Uneinigkeit besteht über die ursprüngliche Widmung. Während Gelehrte eine Widmung an den Heiligen Georg vermuten, ist die Kirche in der Gemeinde als Johannes-Täufer-Kirche bekannt.

Die Kirche war Teil einer befestigten Wehranlage mit dreifachem Mauerwall und Graben. Teile der inneren Wehr- und Zwingmauer sind bis heute erhalten. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts befand sich ein Friedhof rund um die Kirche. Grabsteine aus dem 15. bis 18. Jahrhundert sind weiterhin sichtbar.

Architektonisch handelt es sich um eine spätgotische Saalkirche mit Langhaus und einem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor. Der Chor und die Sakristei sind mit Kreuzrippengewölben ausgestattet. Der Chorflankenturm an der Nordseite geht im Kern auf die frühere Wehrkirche zurück. Die unteren Geschosse bestehen aus massivem Mauerwerk, darüber befindet sich ein Glockengeschoss aus Fachwerk mit Turmuhr und vier Glocken.

Der Innenraum des Langhauses ist flach gedeckt. Der steinerne Taufstein aus dem Jahr 1511 zeigt die sieben Sakramente sowie das Wappen des Herzogtums Württemberg. Die Schlusssteine im Chor zeigen unter anderem Maria mit dem Jesuskind, die Heiligen Drei Könige und Johannes den Täufer.

Die Kirche überstand Bombenangriffe am 10. September 1944 mit Schäden an Dach und Fenstern, blieb jedoch in ihrer Struktur erhalten. Zwischen 1948 und 1954 erfolgten Außen- und Dachsanierungen. Im Jahr 1951 wurden neue Stahlgussglocken eingebaut.

Weitere Renovierungen fanden 1960 und 1961 im Innenraum statt. Dabei wurden unter anderem neue Buntglasfenster eingebaut sowie ein neuer Altar und eine elektrische Heizung installiert. In den Jahren 2006 und 2007 wurden statische Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Eine umfassende Innenrenovierung erfolgte 2010 und 2011 mit Erneuerung des Fußbodens, moderner Heiztechnik sowie Anpassungen an Beleuchtung und Technik.

Die Orgelgeschichte reicht bis ins Jahr 1687 zurück. Mehrere Neubauten und Umbauten folgten, unter anderem 1848 und 1961. In den Jahren 2018 bis 2019 wurde die Orgel umfassend erneuert und umfasst heute 26 Register.

Das Geläut besteht aus vier Glocken. Die Heimatglocke stammt aus dem Jahr 1706. Drei weitere Glocken aus Stahl wurden 1950 gegossen.

Heute prägt die Kirche mit ihrem Turm und den vier großen Zifferblättern das Ortsbild von Magstadt.

 


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Fragen zur Kirche St. Johannes der Täufer in Magstadt

Wann wurde die Kirche in Magstadt gebaut?
Der Bau der heutigen Kirche begann um 1490 und wurde 1511 abgeschlossen.

Welche Vorgängerbauten gab es?
Zuvor gab es eine Holzkapelle und eine romanische Sandsteinkirche aus dem 10. Jahrhundert.

Wann wurde die Kirche evangelisch?
Mit der Reformation im Jahr 1534 wurde die Kirche evangelisch.

Welche Besonderheiten hat die Architektur?
Die Kirche ist eine spätgotische Saalkirche mit Kreuzrippengewölben im Chor und einem Chorflankenturm.

Welche Schäden entstanden im Zweiten Weltkrieg?
Am 10. September 1944 wurden Dach und Fenster beschädigt, der Hauptbau blieb erhalten.

Wie oft wurde die Kirche renoviert?
Wichtige Renovierungen fanden unter anderem zwischen 1948 und 1954, 1960/61, 2006/07 sowie 2010/11 statt.

Wie viele Glocken besitzt die Kirche?
Die Kirche verfügt über vier Glocken, darunter eine aus dem Jahr 1706 und drei aus dem Jahr 1950.

 

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