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Archäologische Funde und Urkunden belegen die Entwicklung Nufringens von frühen Siedlungen bis zur modernen Gemeinde.
Archäologische Funde weisen auf eine Besiedlung des Raums Nufringen bereits in der Hügelgräberbronzezeit zwischen 1600 und 1300 v. Chr. hin. Im Umfeld wurden zudem Reste römischer und alemannischer Siedlungen entdeckt.
Beim Torfstich im Jahr 1921 im Brühlgraben wurden römische Keramikreste gefunden, die auf eine nahe gelegene Villa Rustica hindeuten. Ein mehrfach angeschnittenes Gräberfeld seit 1895 auf der Markung Wehlingen bestätigt Hinweise auf eine alemannische Siedlung.
Aus der ersten Landesvermessung von 1830 lassen sich nördliche und südliche Ettergrenzen erkennen. Reste eines Einfriedungshags an der nördlichen Ortsgrenze deuten auf sogenannte Ausbausiedlungen hin, die etwa zwischen 536 und 746 entstanden sind.
Die erste urkundliche Erwähnung Nufringens erfolgt im Zeitraum 1182 bis 1194 in einem Eintrag der Benediktinerabtei Ottobeuren. Heinrich von Niuferon schenkte um 1182 sein Altinger Dienstgut dem Kloster. Eine weitere urkundliche Nennung stammt aus dem Jahr 1271. In dieser Urkunde verkauften fünf Brüder, genannt die Siler von Nufringen, ihr Hofgut in Altingen.
Die Entwicklung des Ortsnamens ist durch verschiedene Schreibweisen dokumentiert. Im 12. Jahrhundert wurde der Ort als „Niuferon“ bezeichnet. Spätere Formen umfassen unter anderem „Nuweran“ (1271), „Nivfervn“ (1304), „Nufran“ (1318 bis 1374), „Nufren“ (1382), „Nufron“ (um 1465), „Nuffran“ (1470 und 1490), „Nufferan“ sowie „Nuffrengen“ (1495), „Neuferingen“ (um 1559) und schließlich „Nufringen“ (um 1680).
Im 13. und 14. Jahrhundert stand der Ort unter dem Einfluss der Pfalzgrafen von Tübingen. Diese verkauften Nufringen im Jahr 1382 an Württemberg. Der Ort wurde dem Amt Herrenberg zugeordnet.
Der Dreißigjährige Krieg und die Pest führten zu einem starken Bevölkerungsrückgang. Erst im 18. Jahrhundert erreichte die Einwohnerzahl wieder das Vorkriegsniveau. Während der Zeit des Königreichs Württemberg blieb Nufringen dem Oberamt Herrenberg zugeordnet.
Im Jahr 1879 erhielt Nufringen Anschluss an das Streckennetz der Königlich Württembergischen Staatseisenbahnen.
Im 20. Jahrhundert führte die Verwaltungsreform von 1938 zur Eingliederung in den Landkreis Böblingen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Ort durch einen alliierten Bombenangriff am 8. Oktober 1943 zu etwa 40 Prozent zerstört. Mehr als 150 Gebäude gingen verloren.
Im Jahr 1945 wurde Nufringen Teil der Amerikanischen Besatzungszone und gehörte zum Land Württemberg-Baden, das 1952 im Bundesland Baden-Württemberg aufging. In der Nachkriegszeit entwickelte sich die Gemeinde wirtschaftlich weiter.
Das Wappen von Nufringen zeigt in rotem Feld eine goldene Hafte. Dieses Symbol ist seit 1920 in Gemeindestempeln belegt. Das Wappen wurde am 27. Januar 1938 offiziell verliehen. Die Flagge der Gemeinde ist gelb-rot.
Ein Heimatgedicht wurde im Sommer 1942 von Dr. med. Bernhard Hermelink während seines Einsatzes in einem deutschen Feldlazarett bei Krasnodar verfasst. Die ursprüngliche Melodie ist erhalten. Das Gedicht wurde im August 2014 neu vertont. Die Notensatzfassung entstand im Mai 2015. Die Verwertungsrechte liegen bei der Gemeinde Nufringen.
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Wann wurde Nufringen erstmals urkundlich erwähnt?
Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Zeitraum 1182 bis 1194 in einem Eintrag der Benediktinerabtei Ottobeuren.
Welche frühen Siedlungsspuren gibt es in Nufringen?
Funde belegen Siedlungen aus der Bronzezeit sowie römische und alemannische Spuren, darunter Keramikreste und ein Gräberfeld.
Wie entwickelte sich der Ortsname Nufringen?
Der Name wandelte sich über mehrere Schreibweisen, darunter „Niuferon“, „Nufran“ und „Neuferingen“, bis sich um 1680 die heutige Form „Nufringen“ etablierte.
Welche historischen Ereignisse prägten Nufringen?
Der Verkauf an Württemberg im Jahr 1382, der Dreißigjährige Krieg, die Pest sowie die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg im Jahr 1943 zählen zu den prägenden Ereignissen.
Was zeigt das Wappen von Nufringen?
Das Wappen zeigt eine goldene Hafte auf rotem Hintergrund und wurde 1938 offiziell verliehen.
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