Feuerwehr Östringen zieht Bilanz: 174 Einsätze im vergangenen Jahr

Feuerwehr Östringen zieht Bilanz: 174 Einsätze im vergangenen Jahr

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Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Östringen wurde eine Bilanz des vergangenen Jahres vorgestellt. Neben Einsatzzahlen standen auch neue Fahrzeuge, organisatorische Veränderungen und Planungen für die Zukunft im Mittelpunkt.


Bei der turnusmäßigen Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Östringen am zurückliegenden Freitagabend in Eichelberg zog Kommandant Kai Kaltenbrunner eine Bilanz des vergangenen Jahres. Nach seinen Angaben war das Jahr von zahlreichen Einsätzen, technischen Neuerungen sowie organisatorischen Veränderungen geprägt.

Kaltenbrunner steht seit April gemeinsam mit seinen Stellvertretern Jean-Claude Heib und Max Kirschenlohr an der Spitze der Stadtfeuerwehr. Er verwies unter anderem auf zwei neue Löschfahrzeuge für die Abteilungen Östringen und Odenheim, die im Oktober in Dienst gestellt wurden. Diese hätten die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr gestärkt.

Darüber hinaus berichtete der Kommandant über Fortschritte beim digitalen Einsatzstellenfunk sowie über weitere Optimierungen der Abläufe im Führungshaus der Feuerwehr.

Ein weiterer Schwerpunkt ist nach seinen Worten der Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit. Vertreter des Feuerwehr-Unterkreises Kraichgau wollen noch in diesem Monat mit Mitgliedern der Gemeinderäte aus den beteiligten Kommunen darüber sprechen, ob in diesem Zusammenhang die Bildung eines Zweckverbands möglich ist.

Eine wichtige Rolle spielt außerdem die Fortschreibung des kommunalen Feuerwehrbedarfsplans. Kommandant Kaltenbrunner erklärte, die Stadt stelle mit diesem Plan entscheidende Weichen für eine zukunftsfähige Ausstattung der Feuerwehr. Die Feuerwehr sei eine verpflichtende Einrichtung mit gesetzlichem Auftrag.

Bürgermeister Felix Geider betonte in seinem Grußwort, dass sich die Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplans auf alle Abteilungen der Stadtfeuerwehr auswirken werde. Neben Fahrzeugen und Ausrüstung gehe es auch um infrastrukturelle Fragen. Der Gemeinderat will sich am 21. März erstmals vorberatend mit der Aktualisierung des Bedarfsplans befassen. In den folgenden Monaten soll über das Fachgutachten entschieden werden.

Mit einer entsprechenden Beschlussfassung würden zunächst die im Bedarfsplan festgestellten Anforderungen anerkannt. Über die konkrete Umsetzung einzelner Bauvorhaben und Beschaffungen soll anschließend separat entschieden werden.

Der Bürgermeister dankte allen Feuerwehrangehörigen aus den Abteilungen Östringen, Odenheim, Tiefenbach und Eichelberg für ihren Einsatz.

Nach Angaben von Schriftführerin Miriam Hoffner verfügt die Feuerwehr über insgesamt 168 Einsatzkräfte, darunter 25 Frauen. Damit ist eine Einsatzkraft weniger aktiv als zu Beginn des Jahres 2025. Insgesamt 38 Einsatzkräfte sind zwischen 17 und 27 Jahre alt. 72 Mitglieder der Feuerwehr sind als Atemschutzträger zertifiziert.

Im vergangenen Jahr absolvierte die Stadtfeuerwehr 174 Einsätze. Dazu gehörten 31 Brände im Ortsgebiet sowie acht weitere Brandeinsätze außerhalb des Stadtgebiets. 63 Einsätze betrafen technische Hilfeleistungen im Stadtgebiet. Außerdem wurden 24 Sicherheitswachdienste geleistet. In 46 Fällen stellte sich heraus, dass automatische Brandmeldeanlagen einen Fehlalarm ausgelöst hatten.

Bei den Einsätzen konnten im vergangenen Jahr 16 Personen gerettet werden. Für vier Menschen kam jede Hilfe zu spät.

Besonders belastend waren laut Kommandant Kaltenbrunner zwei schwere Unglücke. Dazu gehörte ein Straßenbahnunglück im März zwischen dem Ubstadt-Weiherer Ortsteil Zeutern und Odenheim mit drei Todesopfern. Außerdem erinnerte er an einen Verkehrsunfall im Mai auf der Landesstraße zwischen Östringen und Odenheim, bei dem ebenfalls ein Mensch ums Leben kam.

Jugendfeuerwehrwartin Katharina Fröhlich berichtete über die Nachwuchsarbeit. In den Nachwuchsabteilungen der vier Stadtteilwehren werden derzeit 35 Kinder bis zehn Jahre betreut. In den Jugendgruppen engagieren sich 61 Jugendliche.

Nach dem Bericht von Kassenverwalter Christian Reger stimmten die anwesenden Feuerwehrmitglieder auf Empfehlung von Kassenprüfer Josef Schell einstimmig für den Rechnungsabschluss.

Anerkennung für den Einsatz der Feuerwehr sprachen auch der stellvertretende Kreisbrandmeister des Landkreises Karlsruhe, Bertram Maier, sowie Unterkreisführer Nils Neckermann aus. Im Verlauf der Versammlung nahm Maier außerdem mehrere Ehrungen für langjähriges Engagement bei der Feuerwehr vor.

 


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