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Der Ortsteil Forchheim blickt auf eine dokumentierte Geschichte seit 1086 und vielfältige Entwicklungen bis zum Zusammenschluss 1975 zurück.
Forchheim wurde im Jahr 1086 als „Vorechheim“ erstmals urkundlich erwähnt. Die Erwähnung erfolgte in einer Schenkungsurkunde eines Kaisers an den Bischof von Speyer. Hinweise deuten auf eine Besiedlung bereits im 6. bis 7. Jahrhundert hin.
Bis um 1100 war Forchheim Hauptort des Ufgaus, auch Grafschaft Forchheim genannt. Die Herrschaft wechselte mehrfach. Der Ort fiel 1086 an das Bistum Speyer, kam 1102 an Markgraf Hermann von Baden und später wieder an die Grafschaft. Im Jahr 1219 erhielt Markgraf Hermann V. von Baden Forchheim als Lehen.
Im 16. Jahrhundert fiel Forchheim bei der Landesteilung 1535 an die Linie Baden-Baden. Der Ort gehörte zum Amt Mühlburg und später zum Amt Ettlingen. Ab 1921 war Forchheim Teil des Bezirksamts Karlsruhe, aus dem 1938 der Landkreis Karlsruhe hervorging.
Die Siedlung entwickelte sich als Straßendorf entlang des Hochgestades. Der Rhein beeinflusste die Entwicklung maßgeblich. Im 15. Jahrhundert führte eine Unterspülung des Hochgestades zur weitgehenden Zerstörung des Ortes.
Kriegerische Ereignisse im 17. und 18. Jahrhundert sowie Pestausbrüche reduzierten die Bevölkerung erheblich. Im 18. und 19. Jahrhundert kam es zu starkem Bevölkerungswachstum. 1812 lebten 450 Menschen in Forchheim, 1885 waren es 1.406.
Mit der Industrialisierung wandelte sich Forchheim von einer Bauerngemeinde zu einer Arbeiterwohngemeinde. Der Bau der Lokalbahn im Jahr 1890 verbesserte die Anbindung an Arbeitsplätze.
Zwischen 1817 und 1914 befand sich ein Artillerieübungsplatz auf der Gemarkung. 1903 wurde der Bahnhof Forchheim in Betrieb genommen. Ab 1917 entstanden landwirtschaftliche Versuchsanstalten. 1936 wurde eine Sandgrube als Kieswerk genutzt, aus der der Epplesee entstand.
Im 20. Jahrhundert war das politische Leben von verschiedenen Lagern geprägt. Ab 1933 beeinflusste die Herrschaft der Nationalsozialisten das Ortsgeschehen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Forchheim zunächst zur französischen, dann zur amerikanischen Besatzungszone. 1946 fanden erste Gemeinderatswahlen statt.
Nach dem Krieg fanden rund 800 Vertriebene eine neue Heimat im Ort. Ab den 1950er Jahren setzte ein Ausbau der Infrastruktur ein. Dazu gehörten unter anderem die zentrale Wasserversorgung, neue Baugebiete sowie öffentliche Einrichtungen. 1954 wurde der Flugplatz Karlsruhe-Forchheim eröffnet. 1972 entstand eine evangelische Kirchengemeinde mit Gemeindezentrum.
Seit 1963 befindet sich im Ortsteil Silberstreifen der Stammsitz der Unternehmensgruppe Bruker mit rund 4000 Mitarbeitern. Ebenfalls dort angesiedelt ist eine Außenstelle des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg, die 2006 aus der Landesanstalt für Pflanzenbau Forchheim hervorging.
Im Jahr 2008 wurden dort Freisetzungsversuche mit gentechnisch verändertem Mais durchgeführt. Das Feld wurde von Umweltaktivisten besetzt. Seit 2011 befindet sich auf dem Gelände ein Fleischwerk der EDEKA Südwestfleisch GmbH.
Der Bau eines gemeinsamen Bildungszentrums mit Mörsch und Neuburgweier ab 1969 leitete eine engere Zusammenarbeit ein. Diese führte nach Verhandlungen zum Zusammenschluss der drei Gemeinden zum 1. Januar 1975.
Heute ist Forchheim ein Stadtteil von Rheinstetten bei Karlsruhe mit rund 9500 Einwohnern.
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Wann wurde Forchheim erstmals urkundlich erwähnt?
Forchheim wurde im Jahr 1086 erstmals als „Vorechheim“ erwähnt.
Welche Bedeutung hatte Forchheim im Mittelalter?
Forchheim war Hauptort des Ufgaus und Sitz der Gaugrafen.
Wie entwickelte sich die Bevölkerung im 19. Jahrhundert?
Die Einwohnerzahl stieg von 450 im Jahr 1812 auf 1.406 im Jahr 1885.
Welche Rolle spielte der Rhein für den Ort?
Der Rhein führte im 15. Jahrhundert zur Zerstörung großer Teile des Ortes durch Unterspülung.
Wann wurde Forchheim Teil des Landkreises Karlsruhe?
Forchheim wurde 1921 dem Bezirksamt Karlsruhe zugeordnet, aus dem 1938 der Landkreis Karlsruhe entstand.
Welche wirtschaftlichen Entwicklungen prägten Forchheim?
Die Industrialisierung führte zum Wandel zur Arbeiterwohngemeinde. Später entstanden Industrie- und Forschungsstandorte.
Wann wurde Forchheim Teil von Rheinstetten?
Der Zusammenschluss mit Mörsch und Neuburgweier erfolgte zum 1. Januar 1975.
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