Stutensee

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Schloss Stutensee im Überblick

Schloss Stutensee: Geschichte und Jugendhilfe im Überblick

Schloss Stutensee im Landkreis Karlsruhe ist Namensgeber der Stadt Stutensee und Standort einer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung mit historischer Entwicklung seit dem 15. Jahrhundert.


Das Schloss Stutensee liegt etwa im geographischen Mittelpunkt der Gemeinde Stutensee im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg. Es gab der Stadt Stutensee ihren Namen.

Das Schloss wurde 1749 von Markgraf Karl Friedrich von Baden als Lusthaus beziehungsweise Jagdschloss erbaut. Der Name Stutensee geht auf das 1652 gegründete markgräfliche Gestüt zurück. Dieses wurde unweit von Fischteichen angelegt, die Markgraf Karl II. um 1550/60 anlegen ließ. Ab 1669 wurden die Stallungen erheblich ausgebaut. Dabei wurden Steine der Ruine des von Melacs Truppen zersprengten Schlosses Staffort als Baumaterial verwendet.

Das Anwesen ist Namensgeber der großen Kreisstadt Stutensee im Landkreis Karlsruhe. Heute beherbergt es die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung „Schloss Stutensee“. Im Schlossgarten befindet sich ein wertvoller Baumbestand. Einige Bäume sind als Naturdenkmal anerkannt. Die älteste Eiche wird auf ein Alter von 900 Jahren geschätzt.

Das Schloss Stutensee ist eine Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe. Aufgenommen werden Jungen und Mädchen, die aufgrund von Entwicklungsdefiziten, sozialbedingten Verhaltensstörungen und Leistungsbeeinträchtigungen Betreuung und Erziehungshilfe benötigen. In der Einrichtung arbeiten Erzieher, Lehrer, Heilpädagogen, Sozialarbeiter und Therapeuten. Die Kinder und Jugendlichen leben in kleinen Gruppen in frei zugänglichen Bungalows mit Einzel- und Mehrbettzimmern. Zusätzlich gibt es externe Wohngruppen. Ein besonderer Schwerpunkt sind interne und externe Tagesgruppen. Dabei können die Kinder und Jugendlichen wohnlich in ihrem sozialen Umfeld zu Hause bleiben.

Im Heinrich-Wetzlar-Haus besteht eine Sondereinrichtung für straffällig gewordene Jugendliche. Dort sollen anstelle der Auswirkungen einer Untersuchungshaft neue persönliche und berufliche Perspektiven erarbeitet werden. Geschäftsführer ist Werner Deusch.

Die heutige Jugendeinrichtung Schloss Stutensee + Stift Sunnisheim GmbH besteht aus zwei Heimen. Eines befindet sich beim Schloss Stutensee. Das andere befindet sich im Stift Sinsheim.

Die Geschichte des Standorts reicht bis in das 15. Jahrhundert zurück. Um 1440 errichtete Markgraf Jakob I. von Baden am Pfinzübergang Staffort eine Zollstation in Form eines Wasserschlosses. Um 1560 ließ Markgraf Karl II. von Baden-Durlach den Zwingelsee für die Fischzucht anlegen. 1652 gründete Markgraf Friedrich V. von Baden-Durlach das Gestüt Stutensee. 1676 und 1689 zerstörten französische Truppen das Wasserschloss Staffort. 1677 vergrößerte Markgräfin Augusta das Gestüt durch Landankauf und den Ausbau der Stallungen.

1721 ließ Markgraf Karl Wilhelm zwischen die Stallungen einen quadratischen Fachwerkbau mit achteckiger Kuppel als Jagdschloss setzen. 1749 erneuerte Markgraf Karl Friedrich von Baden das Jagdschloss nach Plänen des italienischen Architekten Retti im barocken Stil der französischen Klassik und fügte weitere Nebenbauten hinzu. Um 1770 wurde Schloss Stutensee Mustergut zur Förderung der Landwirtschaft. 1783 zog sich Markgraf Karl Friedrich nach dem Tod seiner Gemahlin Caroline Luise nach Stutensee zurück und entwarf dort die Bestimmungen zur „Aufhebung der Leibeigenschaft“ in seinen Stammlanden.

1830 baute Großherzog Leopold von Baden das Gestüt aus. 1869 wurde die Domäne Stutensee von der Großherzoglichen Gartenbauschule übernommen. 1874 wurde das Staatsgut an Landwirte verpachtet. In das Jägerhaus kam eine Gastwirtschaft. 1918 verließ Großherzog Friedrich II. von Baden Schloss Stutensee vor anrückenden Revolutionären fluchtartig.

Zum 1. April 1919 erwarb Landgerichtsrat Wetzlar das Schloss Stutensee für den Karlsruher Bezirksverein für Jugendschutz und Gefangenenfürsorge im Tausch. Ungefähr 50 jungen Männern wurden Lehrstellen in Gärtnerei, Korbflechterei und Schreinerei geboten. 1933 wurde dem Ehepaar Therese und Heinrich Wetzlar im Zuge der nationalsozialistischen Gleichschaltung die Erziehungsarbeit im Jugendfürsorgeheim verboten.

1940 wurde das Heim ausgelagert und die Gastwirtschaft geschlossen. In das Schloss zog eine Veterinärkompanie mit 75 Pferden ein. 1945 besetzten französische Truppen das Lazarett Stutensee und zerstörten die Inneneinrichtung. Es entstand die Kriegsgräberstätte Schloss Stutensee als letzte Ruhestätte für 15 Soldaten. Zum Jahresende wurde das Jugendheim wiedereröffnet.

1964 übernahm der Landeswohlfahrtverband Baden die Jugendeinrichtung Schloss Stutensee. 1984 wurde zusammen mit dem Justizministerium Baden-Württemberg das „Heinrich-Wetzlar-Haus“ begründet. 1991 wurde das Schloss nach Brandstiftung einer dreijährigen Renovierung unterzogen. Aus dem Jahr 1995 stammt die Informationstafel bei der Kriegsgräberstätte.

Im Sommer 2004 ging das Schloss zu je 50 Prozent in den Besitz des Landkreises Karlsruhe und des Rhein-Neckar-Kreises über. 2004 erwarb der Landkreis Karlsruhe das Areal vom Landeswohlfahrtsverband Baden. Zu diesem Zeitpunkt betreute die Jugendeinrichtung circa 120 Kinder in Tagesbetreuung, 35 Kinder in Wohngruppen und 12 Jugendliche im Heinrich-Wetzlar-Haus.

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Was ist Schloss Stutensee?

Wo liegt Schloss Stutensee?
Schloss Stutensee liegt etwa im geographischen Mittelpunkt der Gemeinde Stutensee im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg.

Warum trägt Stutensee diesen Namen?
Der Name geht auf das 1652 gegründete markgräfliche Gestüt Stutensee zurück.

Wann wurde das heutige Schloss erbaut?
Das Schloss wurde 1749 von Markgraf Karl Friedrich von Baden als Lusthaus beziehungsweise Jagdschloss erbaut.

Welche Funktion hat Schloss Stutensee heute?
Das Anwesen beherbergt heute die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung „Schloss Stutensee“.

Welche Einrichtung gehört zum Schloss Stutensee?
Zum Standort gehört unter anderem das Heinrich-Wetzlar-Haus als Sondereinrichtung für straffällig gewordene Jugendliche.

Wer leitet die Einrichtung?
Geschäftsführer ist Werner Deusch.

Was ist über den Schlossgarten bekannt?
Im Schlossgarten befindet sich ein wertvoller Baumbestand. Einige Bäume sind als Naturdenkmal anerkannt. Die älteste Eiche wird auf ein Alter von 900 Jahren geschätzt.

Was geschah 2004 am Standort Schloss Stutensee?
Im Sommer 2004 ging das Schloss zu je 50 Prozent in den Besitz des Landkreises Karlsruhe und des Rhein-Neckar-Kreises über. Im Jahr 2004 erwarb der Landkreis Karlsruhe zudem das Areal vom Landeswohlfahrtsverband Baden.

 

 

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