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Der gelbe Schilfsandstein aus Sulzfeld wurde seit der Römerzeit genutzt und fand in zahlreichen Bauwerken Verwendung.
Der gelbe Schilfsandstein aus Sulzfeld galt über Jahrhunderte als begehrter Baustoff. Er ließ sich leicht bearbeiten und zeichnete sich durch eine lange Lebensdauer aus.
Bereits zur Römerzeit wurde der Sandstein in den Steinbrüchen von Sulzfeld abgebaut. Er kam unter anderem beim Bau von zwei Villae rusticae zum Einsatz. Zudem fertigten die Römer daraus Götter- und Heiligenstatuen. Der anfallende Abraum wurde zur Befestigung von Straßen im Kraichgau verwendet. Im Grabungsfeld von Stettfeld wurden sechs Sandsteinkisten entdeckt, die aus diesem Material bestehen und aus Sulzfeld stammen.
Im 13. Jahrhundert wurde die Ravensburg vollständig aus dem gelben Sandstein aus örtlichen Steinbrüchen errichtet.
Bis ins 16. Jahrhundert unterstanden alle Steinbrüche in Sulzfeld den Freiherrn von Göler. Danach wurde auch den Bürgern von Sulzfeld die Nutzung ermöglicht.
Insgesamt gab es in Sulzfeld vier Steinbrüche, die heute nicht mehr in Betrieb sind. Der Jägersitz-Steinbruch war mit einer Fläche von 2,5 Hektar der älteste und größte. Der Schaibener-Steinbruch lag an der Straße nach Ochsenburg und war der zweitgrößte. Der Jägerfritz-Steinbruch befand sich am Kohlbachwald. Der Rieth-Steinbruch war der kleinste und lag im Riethwald auf dem Buchenbuckel.
Zahlreiche Bauwerke wurden aus dem gelben Sulzfelder Sandstein errichtet und sind teilweise bis heute erhalten. In Karlsruhe zählen dazu der Bundesgerichtshof, ein Feuerwehrhaus, die Infanteriekaserne, das Lessing-Gymnasium sowie Wohnhäuser in der Weinbrennerstraße, der Yorckstraße und der Nelkenstraße.
Weitere Gebäude aus diesem Material befinden sich unter anderem in Mannheim, Heidelberg, Heilbronn und Pforzheim, wo Postgebäude errichtet wurden. Eine Schule in Weinheim, evangelische Kirchen in Forst und Sulzfeld einschließlich des Pfarramts, ein Schulhaus in Grötzingen sowie ein Waisenhaus in Rastatt gehören ebenfalls dazu.
Darüber hinaus wurde der Sandstein für die Firstzinnen der Freiburger Christuskirche, Teile des Straßburger Münsters und den Badischen Bahnhof in Basel verwendet.
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