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Baden-Württemberg verzeichnet langfristige Fortschritte, aber aktuellen Anstieg bei Todesfällen.
Bei der Vorstellung der Verkehrsunfallbilanz 2025 in Stuttgart hat der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl die Entwicklung der Verkehrssicherheit in Baden-Württemberg eingeordnet. Langfristig ist ein deutlicher Rückgang schwerer Unfallfolgen zu verzeichnen. Gleichzeitig stieg die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zum Vorjahr an.
Im Jahr 2025 registrierte die Polizei in Baden-Württemberg 314.129 Verkehrsunfälle. Das entspricht einem Anstieg von 0,6 Prozent gegenüber 2024. In rund 90 Prozent der Fälle blieb es bei Sachschäden. Insgesamt wurden 42.802 Menschen verletzt, ein Plus von 1,6 Prozent. 367 Personen kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Das sind 7,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Schwerverletzten sank dagegen auf 5.561 und erreichte damit einen historischen Tiefstand.
Im langfristigen Vergleich zeigt sich eine positive Entwicklung. Seit 2016 ging die Zahl der Verkehrstoten um 20 Prozent zurück. Die Zahl der Schwerverletzten verringerte sich im gleichen Zeitraum um rund 40 Prozent. Trotz dieser Entwicklung bezeichnete das Innenministerium den aktuellen Anstieg der Todesfälle als Mahnung, die Anstrengungen für mehr Verkehrssicherheit fortzusetzen.
Bei jungen Fahrerinnen und Fahrern im Alter von 18 bis 24 Jahren lag das Unfallaufkommen mit 21.284 Unfällen etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Gegenüber 2016 entspricht das einem Rückgang von rund 23 Prozent. Die Zahl der Leicht- und Schwerverletzten in dieser Altersgruppe ging ebenfalls deutlich zurück. Gleichzeitig stieg die Zahl der tödlich verunglückten jungen Erwachsenen auf 50. Hauptursache bei tödlichen Unfällen in dieser Gruppe war zu schnelles Fahren.
Auch bei Seniorinnen und Senioren nahm die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle zu. 148 Menschen dieser Altersgruppe kamen 2025 ums Leben, 21 mehr als im Jahr zuvor. Ein Viertel der getöteten Seniorinnen und Senioren verunglückte beim Rad- oder Pedelecfahren. Nahezu die Hälfte trug dabei keinen Helm. Die Zahl der schwerverletzten Seniorinnen und Senioren blieb mit 1.329 nahezu unverändert.
Bei Unfällen mit Fahrrädern und Pedelecs verzeichnete die Polizei 13.073 Fälle, ein Anstieg um 5,9 Prozent. 60 Radfahrerinnen und Radfahrer starben, fast zwei Drittel davon waren mit einem Pedelec unterwegs. Mehr als die Hälfte trug keinen Helm. Positiv entwickelte sich die Zahl der schwerverletzten Radfahrenden, die um 5,8 Prozent zurückging.
Deutlich zugenommen haben Unfälle mit Elektrokleinstfahrzeugen wie E-Scootern und Segways. Die Zahl stieg um 35 Prozent auf 1.978 Fälle. Zehn Menschen kamen dabei ums Leben, neun von ihnen ohne Helm. In rund 15 Prozent der Fälle spielte mangelnde Verkehrstüchtigkeit eine Rolle.
Zu den häufigsten Ursachen tödlicher Verkehrsunfälle zählten weiterhin überhöhte Geschwindigkeit, Vorfahrtsverletzungen, Ablenkung und Alkohol- oder Drogeneinfluss. Auch fehlende Sicherung durch Gurt oder Helm trug zu schweren Unfallfolgen bei.
Begleitend zur Verkehrsüberwachung setzt das Land auf Prävention. Für 2026 ist die landesweite Aktionswoche der Verkehrssicherheit dem Thema Zweiräder gewidmet. Ziel bleibt die Vision Zero, also keine Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr.
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