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Zahlreiche Bauwerke in Waldenbuch dokumentieren die Stadtgeschichte vom Mittelalter bis in die Neuzeit.
Die Stadtkirche St. Veit in Waldenbuch geht in ihren Ursprüngen auf das 14. Jahrhundert zurück. Ursprünglich befand sich das Kirchenschiff westlich des Turms. Im Zuge der Erweiterung des benachbarten Schlosses wurde das alte Kirchenschiff abgerissen und zwischen 1605 und 1607 auf der Ostseite neu errichtet. Dabei wurden die gotischen Fenster weiterverwendet.
An dem Bau wirkten im Auftrag des Herzogs der Baumeister Elias Gunzenhäuser bis zu seinem Tod im Jahr 1606 sowie der Steinmetz Peter Pfänder aus Leonberg mit. Die Kirche ist als Querkirche ausgeführt. Der Altar steht frei im Osten, während Gestühl und Emporen auf die Kanzel an der Nordwand ausgerichtet sind. Der östliche Staffelgiebel mit Freitreppe und geplantem Hauptportal sowie die Dachkonstruktion ohne Raumstützen gelten als Beispiele der Renaissancebaukunst. Seit 1934 befindet sich im Ostgiebel ein Rosettenfenster des Künstlers Walter Kohler.
Unmittelbar neben der Stadtkirche steht das Alte Pfarrhaus. Das heutige Gebäude stammt aus dem Jahr 1720. Ein Vorgängerbau wurde 1560 abgerissen. Umbauten erfolgten 1786 und 1834. Seit 1970 dient das Gebäude nicht mehr als Pfarrhaus. Seit 1990 wird es als städtische Musikschule genutzt.
Neben dem Alten Pfarrhaus befindet sich die Pfarrscheuer. Sie diente zur Lagerung des Kleinen Zehnten und der Erträge der Besoldungsgrundstücke. Der Große Zehnte wurde in einer separaten Zehntscheuer abgegeben.
Das Schloss Waldenbuch war ein Jagdschloss der württembergischen Herzöge. Der Ursprung geht auf eine Burg zurück, die bereits 1381 erwähnt wurde. Der Ostflügel entstand zwischen 1562 und 1566 unter Herzog Christoph. Der Schlossbrunnen wurde 1650 errichtet. Der Westflügel entstand zwischen 1687 und 1690, der Südflügel zwischen 1717 und 1719. Im Zuge dieser Bauarbeiten wurden die alte Burg und die Waldvogtei abgebrochen.
Oberhalb des Marktplatzes befinden sich Schloss und Stadtkirche mit zugehörigen Gebäuden. Dort steht auch das Rathaus. Das Baujahr 1575 ist nicht gesichert. Ein Inschriftstein aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts verweist auf den Waldvogt Lamprecht Schlegg. Das Gebäude diente lange als „Gasthof zum Rappen“. 1781 ging es in den Besitz des Amtmannes Klein über. Das alte Rathaus auf dem Marktplatz wurde zu diesem Zeitpunkt abgerissen.
Gegenüber dem Rathaus steht das Stammhaus Wider, ein Fachwerkbau aus der Zeit um 1750. Es wurde als Gästehaus für Hofjagden errichtet. Zwischen 1754 und 1923 befand es sich im Besitz der Familie Wider, zu der unter anderem Daniel Wider, Immanuel Wider und Otto Springer gehörten.
Der Marktbrunnen in der Platzmitte stammt aus dem Jahr 1953. Vorgängeranlagen sind seit dem 18. Jahrhundert nachgewiesen.
Das Danneckerhaus in der Danneckerstraße 1 wurde um 1620 erbaut. Dort verbrachte der Bildhauer Johann Heinrich Dannecker seine Kindheit bei seinen Großeltern.
Der Schafhof dokumentiert wirtschaftliche Aktivitäten der Herrscher. In seiner Nähe befand sich das Untere Tor der Stadtbefestigung.
Das Alte Backhaus wurde 1847 errichtet und diente als Back-, Wasch- und Schulgebäude.
Die Stadtmühle, eine wasserkraftbetriebene Mahlmühle, wurde 1785 in Betrieb genommen.
Reste der Stadtmauer sind erhalten. Das Kleine Törlin wurde 1524 erwähnt und diente als gesicherter Fluchtweg aus der Burg über eine unterirdische Treppe.
Mehrere historische Gasthöfe prägen die Stadtgeschichte. Der ehemalige Gasthof Post an der Straße zwischen Stuttgart und Tübingen wurde 1797 neu errichtet. Zu den Gästen zählten 1793 Friedrich Schiller, 1797 Johann Wolfgang von Goethe, 1799 Erzherzog Karl und Ludwig Uhland. 1984 wurde das Gebäude restauriert und erweitert.
Das Gasthaus Krone trägt ein Bäckerwappen aus dem Jahr 1705. Es ging später in den Besitz der Familie Kielmeyer über, die auch weitere Gasthäuser betrieb.
Entlang der Hauptstraße stehen typische Quereinhäuser. Diese zweigeschossigen Gebäude vereinen Wohn- und Wirtschaftsräume unter einem Dach und sind von der Traufseite zugänglich. Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz.
Im Oktober 2016 wurden in Waldenbuch zwei Stolpersteine verlegt.
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Welche historischen Gebäude gibt es in Waldenbuch?
Zu den bedeutenden Bauwerken zählen die Stadtkirche St. Veit, das Schloss Waldenbuch, das Alte Pfarrhaus, das Rathaus und mehrere historische Gasthöfe.
Wann wurde die Stadtkirche St. Veit umgebaut?
Das neue Kirchenschiff wurde zwischen 1605 und 1607 auf der Ostseite errichtet.
Welche Funktion hatte das Schloss Waldenbuch?
Das Schloss diente als Jagdschloss der württembergischen Herzöge.
Welche bekannten Persönlichkeiten besuchten Waldenbuch?
Zu den Gästen des Gasthofs Post gehörten Friedrich Schiller, Johann Wolfgang von Goethe, Erzherzog Karl und Ludwig Uhland.
Was sind Quereinhäuser?
Quereinhäuser sind Bauernhäuser, in denen Wohn- und Wirtschaftsräume unter einem Dach liegen und von der Traufseite zugänglich sind.
Wann wurden Stolpersteine in Waldenbuch verlegt?
Die Verlegung von zwei Stolpersteinen erfolgte im Oktober 2016.
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