Sulzfeld

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Sulzfeld im Überblick Infografik

Sulzfeld: Geschichte, Lage und Entwicklung der Gemeinde

Sulzfeld im Landkreis Karlsruhe: Überblick über geografische Lage, historische Entwicklung und wirtschaftliche Veränderungen der Gemeinde.


Sulzfeld ist eine Gemeinde im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg. Vor der Kreisreform gehörte der Ort zum Landkreis Sinsheim. Sulzfeld ist die östlichste Gemeinde des Landkreises Karlsruhe.

Die Gemeinde liegt im östlichen Kraichgau und im westlichen Stromberggebiet. Sie befindet sich zwischen Schwarzwald und Odenwald sowie zwischen Rhein und Neckar. Der Kohlbach durchfließt das Gemeindegebiet und entwässert über den Kraichbach in den Rhein. Sulzfeld gehört zum Verband Region Karlsruhe.

Zur Gemeinde gehören das Dorf Sulzfeld, der Weiler Neuhof, der Ort Ravensburg sowie die Höfe Egonmühle, Gießhübelmühle und Seemühle. Außerdem befindet sich im Gemeindegebiet die Wüstung Weiler.

Sulzfeld wurde im Jahr 1075 im „Codex Hirsaugensis“ erstmals urkundlich erwähnt. Dort wird berichtet, dass der Ort um das Jahr 1060 von Kaiserin Agnes mit fünf Huben Land belehnt wurde.

Ein bedeutender archäologischer Fund ist ein Gräberfeld der späten fränkischen Reihengräberkultur aus dem 7. Jahrhundert n. Chr., das Anfang der 1950er Jahre am Ostrand des Kohlbaches entdeckt wurde.

Die Geschichte des Ortes ist eng mit der Ravensburg und dem Geschlecht der Freiherren Göler von Ravensburg verbunden. Der Bau der Burg begann um das Jahr 1200. Der Burgfried wurde etwa 20 Jahre später errichtet. Im Verlauf des 13. Jahrhunderts entstand die Burganlage in ihrer heutigen Grundform.

Im Jahr 1522 führte Bernhard Göler von Ravensburg die Reformation in Sulzfeld ein. Vom Bauernkrieg 1525 blieb der Ort verschont. Im Schmalkaldischen Krieg kämpfte die Ritterschaft des Kraichgaus auf protestantischer Seite gegen Kaiser Karl V. Nach dessen Sieg wurden Burg und Dorf besetzt und geplündert.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Sulzfeld mehrfach in Mitleidenschaft gezogen. Im Jahr 1620 waren markgräflich badische Truppen im Ort. 1632 verursachten die Truppen des Generals Tilly schwere Schäden. Viele Häuser wurden zerstört. Am Ende des Krieges im Jahr 1648 lebten noch 59 Bürger und 7 Witwen im Ort.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts kam es aufgrund von Landmangel zu Auswanderungen. Viele Familien wanderten nach Russland sowie nach Preußen und Dänemark aus.

Während der Revolution 1848/1849 kam es am 04. April 1848 zu Unruhen. 119 Bürger drangen in das Schloss der Freiherren von Göler ein und verwüsteten Einrichtungen. Die Beteiligten wurden bestraft und zum Schadensersatz verpflichtet.

Für die wirtschaftliche Entwicklung war der Abbau von Gipskeuper und Keupersandstein von Bedeutung. Die Gipsgewinnung war bis Ende des 19. Jahrhunderts ein wichtiger Erwerbszweig. Nach dem Bau der Kraichgaubahn im Jahr 1879 erreichte die Sandsteinindustrie ihren Höhepunkt. Um die Jahrhundertwende lebten 2.573 Menschen in Sulzfeld. Zwischen den Weltkriegen kam dieser Wirtschaftszweig zum Erliegen.

Mit der Ansiedlung der Firmen Blanco im Jahr 1950 und E.G.O im Jahr 1956 wandelte sich die zuvor landwirtschaftlich geprägte Struktur der Gemeinde. In Sulzfeld stehen rund 1.200 Arbeitsplätze zur Verfügung. In den Folgejahren wurde das Gemeindegebiet durch Neubaugebiete erweitert. Öffentliche Einrichtungen wie die Gemeinschaftsschule, die Ravensburghalle, das Rathaus und das Eugen-Götter-Stadion entstanden.

Mitte der 1990er Jahre wurde rund um das Rathaus ein neues Ortszentrum mit Infrastruktureinrichtungen und Ladengeschäften geschaffen.

Der Weinbau hat in Sulzfeld eine lange Tradition. Mit fast 100 Hektar Rebfläche gehört die Gemeinde zu den größeren Weinbaugemeinden Nordbadens. Neben einer Winzergenossenschaft mit 325 Mitgliedern gibt es mehrere Weingüter sowie weitere Winzer, die ihre Weine selbst ausbauen und vermarkten.

Sulzfeld unterhält Städtepartnerschaften mit Avize in Frankreich seit 1967, mit El Cajon in den USA seit 1976 und mit Nowosolna in Polen seit 2014.

 


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Wichtige Fragen und Antworten zu Sulzfeld im Überblick

Wo liegt Sulzfeld?
Sulzfeld liegt im östlichen Kraichgau und westlichen Stromberggebiet im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg.

Wann wurde Sulzfeld erstmals erwähnt?
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1075.

Welche Ortsteile gehören zu Sulzfeld?
Zur Gemeinde gehören Sulzfeld, Neuhof, Ravensburg sowie die Höfe Egonmühle, Gießhübelmühle und Seemühle.

Welche historische Bedeutung hat die Ravensburg?
Die Burg wurde um das Jahr 1200 begonnen und ist eng mit der Geschichte der Gemeinde verbunden.

Was geschah im Dreißigjährigen Krieg in Sulzfeld?
Der Ort wurde mehrfach beschädigt. 1632 wurden viele Häuser zerstört. 1648 lebten noch 59 Bürger und 7 Witwen im Ort.

Welche wirtschaftlichen Entwicklungen prägten Sulzfeld?
Gipsabbau und Sandsteinverarbeitung waren wichtige Erwerbszweige. Nach 1950 veränderten Industrieansiedlungen die Wirtschaftsstruktur.

Welche Partnerstädte hat Sulzfeld?
Avize seit 1967, El Cajon seit 1976 und Nowosolna seit 2014.

 

 

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