Historischer Kalender – 15. Januar

Historischer Kalender – 15. Januar

Historischer Kalender – 15. Januar


Geburtstage

  • 1622 – Molière (Jean-Baptiste Poquelin)
    Der bedeutendste französische Lustspieldichter und Begründer der Comédie-Française. Seine Stücke wie Der Menschenfeind und Der Geizige sind Meisterwerke der klassischen Komödie und haben die Theaterwelt nachhaltig geprägt.

  • 1791 – Franz Grillparzer
    Österreichischer Dramatiker, der eine Brücke zwischen Barock, Wiener Volkstheater und Romantik schlug. Klassiker wie König Ottokars Glück und Ende sind Eckpfeiler der deutschsprachigen Literatur.

  • 1809 – Pierre Joseph Proudhon
    Französischer Frühsozialist und Philosoph. Bekannt durch sein Werk Was ist Eigentum?, das die Grundlage für viele sozialistische und anarchistische Bewegungen legte.

  • 1891 – Ilja Ehrenburg
    Sowjetischer Schriftsteller, Journalist und Übersetzer. Er war eine prägende Figur der sowjetischen Literatur und propagierte die sozialistische Ideologie auch im Ausland.

  • 1906 – Aristoteles Onassis
    Griechischer Reeder und einer der reichsten Männer des 20. Jahrhunderts. Bekannt für seine Heirat mit Jacqueline Kennedy und seine spektakulären Unternehmungen.

  • 1908 – Edward Teller
    Ungarisch-amerikanischer Physiker, der als „Vater der Wasserstoffbombe“ gilt und eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Atomwaffen spielte.

  • 1909 – Gene Krupa
    US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger, der als einer der innovativsten Drummer der Jazzgeschichte gilt und den Stil des modernen Jazz wesentlich beeinflusste.

  • 1913 – Lloyd Bridges
    US-amerikanischer Schauspieler, bekannt aus zahlreichen Western und Filmen wie 12 Uhr mittags. Vater der Schauspieler Beau und Jeff Bridges.

  • 1915 – Alan Lomax
    US-amerikanischer Ethnomusikologe, der weltweit Volksmusik sammelte und dokumentierte, wodurch er die Bewahrung zahlreicher Musiktraditionen ermöglichte.

  • 1918 – Gamal Abdel Nasser
    Ägyptischer Offizier und Politiker, Premierminister (1954–1956) und Präsident (1956–1970). Führte Ägypten durch die Dekolonialisierung und stärkte die panarabische Bewegung.

  • 1926 – Maria Schell
    Österreichisch-schweizerische Schauspielerin, bekannt aus deutschen und internationalen Filmen der 1950er Jahre.

  • 1927 – Ignatz Bubis
    Deutscher Immobilienkaufmann und Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland (1992–1999). Bedeutende Stimme für jüdisches Leben in Deutschland nach dem Holocaust.

  • 1929 – Martin Luther King Jr.
    Führender amerikanischer Bürgerrechtler, dessen gewaltfreier Widerstand und berühmte Reden wie „I Have a Dream“ die Bürgerrechtsbewegung weltweit inspirierten.

  • 1943 – Günther Maria Halmer
    Deutscher Schauspieler, bekannt aus TV-Serien wie Der Alte und Tatort.

  • 1945 – Christian Anders
    Deutscher Schlagersänger mit Hits wie „Einsamkeit hat viele Namen“ und „Es fährt ein Zug nach Nirgendwo“. Bekannt für seinen speziellen Humor und Kultstatus.

  • 1947 – Michael Schanze
    Deutscher Entertainer und Moderator, bekannt aus Kindersendungen und als Sänger.

  • 1948 – Ronnie Van Zant
    Sänger der Southern-Rock-Band Lynyrd Skynyrd, die mit Songs wie „Sweet Home Alabama“ weltberühmt wurde.

  • 1952 – Joey Albrecht
    Lead-Gitarrist und Gründer der deutschen Rockband „Karthago“.

  • 1957 – Mario Van Peebles
    US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur, Sohn von Melvin Van Peebles. Bekannt für Filme wie New Jack City und Posse.


Todestage

  • 1919 – Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht
    Beide führende deutsche Arbeiterführer wurden nach ihrer Verhaftung während der Novemberrevolution in Berlin ermordet. Ihr Tod gilt als Symbol für die politische Gewalt der Nachkriegszeit.

  • 1964 – Jack Teagarden
    US-amerikanischer Jazzposaunist und Sänger, einer der großen Musiker des Swing und Jazz.

  • 1992 – Dee Murray
    Langjähriger Bassist von Elton John, starb mit 45 Jahren an Krebs.

  • 1994 – Harry Nilsson
    US-amerikanischer Musiker, bekannt für seinen einzigartigen Stil zwischen Anspruch, Humor und Komik. Seine LP Nilsson Schmilsson wurde ein Klassiker der Popmusik.


Ereignisse

  • 1896 – Eröffnung des ersten Autoverleihs in Paris
    Der Automobilklub bietet erstmals in der Geschichte Fahrzeuge zur Miete an, um das Autofahren populärer zu machen. Für 3 Francs pro Stunde oder 30 Francs pro Tag konnte man eines von sechs Fahrzeugen inklusive Chauffeur mieten.

  • 1920 – Veröffentlichung der ersten Jazzplatte in Deutschland
    Mit dem Stück „Tiger Rag“ wird Jazz erstmals offiziell in Deutschland aufgenommen und veröffentlicht – ein Meilenstein für die Verbreitung dieser Musikrichtung in Europa.

  • 1966 – Theaterpremiere „Die Plebejer proben den Aufstand“
    Das Drama von Günter Grass hat in Berlin Premiere und verarbeitet den Volksaufstand von 1953 in der DDR.

  • 1983 – Ende des Streichholzmonopols in Deutschland
    Das Monopol der schwedischen Firma Svenska Tändsticks AB auf den deutschen Markt, das seit 1930 durch einen Kredit an Deutschland gesichert war, wird aufgehoben.


Zusatzinfos

  • Molière revolutionierte mit seinem scharfen Gesellschafts- und Menschenbild das französische Theater und prägte den Begriff der klassischen Komödie bis heute.

  • Franz Grillparzer gilt als wichtigster österreichischer Dramatiker des 19. Jahrhunderts, dessen Werke zwischen Klassik und Romantik vermitteln.

  • Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht sind bis heute Symbole des demokratischen Sozialismus und werden weltweit als Märtyrer der Arbeiterbewegung geehrt.

  • Martin Luther King Jr. wurde 1964 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet und sein Vermächtnis prägt die Menschenrechtsbewegungen weltweit.

  • Aristoteles Onassis war bekannt für seinen extravaganten Lebensstil und sein großes Imperium im Schifffahrtsgeschäft.

  • Das erste Autoverleihangebot in Paris zeigt, wie die Mobilität der Zukunft bereits vor mehr als 120 Jahren begann.

  • Harry Nilsson blieb trotz seines Erfolges immer ein Außenseiter der Musikszene, dessen Songs oft unterschätzte Meisterwerke sind.

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