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Nach Strukturmaßnahmen an der Pfinz zeigen sich erste Erfolge für die gefährdete Bachforelle.
An der Pfinz zeigen im vergangenen Jahr umgesetzte Strukturmaßnahmen erste ökologische Wirkung. Die Bachforelle hat neu geschaffene Laichplätze angenommen und erfolgreich genutzt. Die Maßnahmen wurden vom Landesbetrieb Gewässer im Regierungspräsidium Karlsruhe umgesetzt.
Die Bachforelle zählt zu den heimischen Fischarten, deren Fortpflanzung in den Wintermonaten stattfindet. In Baden-Württemberg gilt sie laut Roter Liste als gefährdet. Hauptgründe für den Bestandsrückgang sind die zunehmende Erwärmung der Gewässer infolge des Klimawandels sowie der Verlust strukturreicher Lebensräume durch frühere Gewässerausbauten. Für ihre Fortpflanzung benötigt die Art gut durchströmte Kiesflächen, für unterschiedliche Lebensphasen zudem flache Rückzugsbereiche, tiefere Ruheplätze und Deckungsstrukturen wie Totholz oder Wasserpflanzen.
Um diesen Anforderungen wieder gerecht zu werden, wurden entlang der Pfinz zwischen Remchingen und Berghausen Kiesbänke, Fischunterstände sowie Strukturelemente aus Holz und Steinen eingebaut. Zusätzlich erfolgte abschnittsweise ein Rückbau der Ufer, um Wasser- und Uferbiotope besser zu vernetzen. Auch die Durchgängigkeit des Gewässers im Bereich Grötzingen und Pfinztal wurde wiederhergestellt, sodass sich Fische wieder frei bewegen können.
In diesem Winter konnten erste Laichaktivitäten beobachtet werden. Nach Angaben des Fischereiexperten Stephan Hüsgen vom Regierungspräsidium Karlsruhe nutzten zahlreiche Bachforellen die neu angelegten Kiesflächen. Bestätigt wurde dies durch Martin Windstein vom Anglerverein Forelle Pfinztal e. V., der zwischen Berghausen und Kleinsteinbach 28 Laichplätze zählte. Die Beobachtungen lassen erwarten, dass sich aus den abgelegten Eiern im Frühjahr Jungfische entwickeln.
Die Maßnahmen sind Teil der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Ziel ist es, einen guten ökologischen Zustand der Gewässer zu erreichen. Strukturreiche, naturnahe Bachläufe gelten zudem als widerstandsfähiger gegenüber den Folgen der Klimaerwärmung. Die Pfinz entwickelt sich damit schrittweise wieder zu einem vielfältigen Lebensraum für die aquatische Tier- und Pflanzenwelt.
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