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Das Ettlinger Tor war eines von sechs Karlsruher Stadttoren und stand von 1803 bis 1872 am südlichen Ende der heutigen Karl-Friedrich-Straße. Heute trägt der Ettlinger-Tor-Platz den Namen des ehemaligen Tores.
Das Ettlinger Tor war eines von ehemals sechs Stadttoren der Stadt Karlsruhe. Es wurde 1803 nach Entwürfen des Architekten Friedrich Weinbrenner errichtet und 1872 abgebrochen. Der Standort lag am südlichen Ende der Schlossstraße, die heute Karl-Friedrich-Straße heißt. Mit dem Tor endete die von Weinbrenner konzipierte Nord-Süd-Achse der Stadt, später auch „Via Triumphalis“ genannt, die vom Karlsruher Schloss bis zum Ettlinger Tor führte.
Der Bau wurde vom damaligen Markgrafen Karl Friedrich von Baden beauftragt. Er sollte an den Erwerb pfälzischer Gebiete im Reichsdeputationshauptschluss erinnern und die Rangerhöhung des Markgrafen zum Kurfürsten feiern. Das Tor hatte keine defensive Funktion. Es diente der Personenkontrolle sowie der Erhebung von Straßen- und Zollgebühren.
Gestalterisch orientierte sich das Bauwerk am Eingangsbereich eines griechischen Tempels. Die Säulen waren im dorischen Stil ausgeführt. Zur Anlage gehörten zwei Wachhäuschen. Die Front nahm drei Durchgänge auf: einen breiteren für Fuhrwerke und zwei schmalere für Passanten. Gebälk und Giebel trugen einen Fries mit dem badischen Staatswappen und militärischen Emblemen. Das Giebelfeld war mit einem Figurenrelief versehen, das auf die territoriale Ausdehnung Badens und die Erhebung zum Kurfürstentum Bezug nahm. Errichtet wurde das Denkmal 1803/04 unter der Bauleitung des Weinbrennerschülers Friedrich Arnold. Teile des plastischen Schmucks wurden 1805 durch den Bildhauer Tobias Günther ausgeführt und angebracht. Die feierliche Eröffnung fand am 26. September 1804 statt.
1872 wurde das Ettlinger Tor abgebrochen. Als Gründe werden ein maroder Zustand, fehlende Wirtschaftlichkeit einer Restaurierung sowie verkehrliche und städtebauliche Veränderungen genannt, darunter die Erweiterung des Platzes. Der Platz trägt bis heute den Namen Ettlinger Tor. Benannt sind außerdem eine Haltestelle „Ettlinger Tor/Staatstheater“ sowie ein Einkaufszentrum „Ettlinger Tor Karlsruhe“ mit zugehörigen Angeboten wie Apotheke und Parkhaus.
Am Ettlinger-Tor-Platz standen und stehen weitere städtische Einrichtungen. Südöstlich des Tores befand sich seit 1843 der damalige Hauptbahnhof. Nach späteren Umbauten und Nutzungswechseln entstand dort 1975 das Badische Staatstheater. An einer Ecke von Karl-Friedrich-Straße und Kriegsstraße wurde 1876 das Hotel Germania eröffnet. Nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg entstand dort die Friedrich-List-Schule; nach deren Abriss 2003 wurde an dieser Stelle das Einkaufszentrum errichtet. Zur Platzgestaltung wird zudem der 1874 errichtete Malschbrunnen genannt.
Von 1998 bis 2011 stand auf dem Ettlinger-Tor-Platz eine Skulptur „Ettlinger Tor“ des Bildhauers Andreas Helmling. Sie stellte das historische Tor nach. Im Zuge der Untertunnelung der Karl-Friedrich-Straße wurde die Skulptur abgebaut und an der Südtangente am Kleeblatt der Anschlussstelle 3 (Ettlinger Allee) wieder aufgebaut.
Neben dem Ettlinger Tor gab es in Karlsruhe weitere Stadttore: Durlacher Tor, Linkenheimer Tor, Rüppurrer Tor, Karlstor und Mühlburger Tor. Die Tor-Namen werden heute unter anderem in Bezeichnungen von Straßenbahnhaltestellen weiter genutzt.
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