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Grünwinkel gehört seit 1909 zu Karlsruhe und liegt im Südwesten der Stadt zwischen mehreren Nachbarstadtteilen. Der Stadtteil vereint historische Siedlungsspuren, gewachsene Wohnviertel und große Gewerbeflächen.
Grünwinkel ist seit dem 1. Januar 1909 ein Stadtteil von Karlsruhe. Er liegt im Südwesten der Stadt zwischen Mühlburg, Beiertheim-Bulach, Oberreut, Rheinstrandsiedlung und Daxlanden. Der Stadtteil gliedert sich in Alt-Grünwinkel, Hardecksiedlung, Albsiedlung, Alte Heidenstückersiedlung und Neue Heidenstückersiedlung. Für 2008 werden insgesamt 10.125 Einwohner genannt. Für 2025 wird für den Stadtbezirk eine Einwohnerzahl von über 11.000 angegeben.
Die Geschichte Grünwinkels ist bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgbar. 1468 wurde ein Gutshof als „Kregen Winckel“ erwähnt. Urkunden nennen später den Namen „Kreyenwinkel“, bezogen auf den Winkel, den die Alb an dieser Stelle bildet. Das Dorf Grünwinkel wurde 1710 gegründet und war von Beginn an Zollstation. 1759 entstand eine Kapelle, die als Albkapelle bis heute existiert. Der frühere Name Krähwinkel lebt im Krähenbrunnen fort, der zwei Krähen zeigt.
Grünwinkel hatte zunächst keine eigene Gemarkung. Das Gebiet lag innerhalb eines gemeinschaftlich genutzten Banns von Bulach und Daxlanden. 1714 verpachteten beide Dörfer insgesamt 80 Morgen Feld an die junge Ansiedlung. Streitigkeiten um Weiderechte und Holzschlag endeten erst, als Grünwinkel 1784 eine eigene Gemarkung erhielt. Dazu traten Bulach und Daxlanden Flächen ab. Ein Spaten im Gemeindewappen wird als Symbol für die Urbarmachung gedeutet.
Auf dem Gebiet Grünwinkels sind römische Siedlungsspuren nachgewiesen. Grabungsfunde belegen eine römische Niederlassung zwischen dem 1. und 2. Jahrhundert nach Christus in der Gegend der heutigen Albsiedlung. Genannt werden unter anderem ein Weiherelief der Gottheiten Sucellus und Nantosuelta, das heute im Badischen Landesmuseum aufbewahrt wird, sowie ein römischer Ziegelofen in der Silcherstraße, der vor Ort konserviert werden konnte. Weitere Befunde umfassen freigelegte Ziegel- und Töpferöfen, die auf das späte 1. bis späte 2. Jahrhundert datiert werden.
Die wirtschaftliche Entwicklung veränderte den Ort im 19. Jahrhundert. Nach dem Verkauf eines Hofguts 1787 blieben frühe Gewerbe wie Salpeter- und Essigsiederei sowie eine kleine Brauerei zunächst begrenzt. Nach der Übernahme durch die Familie Sinner entwickelte sich das Unternehmen zu einem großen Betrieb der Nahrungsmittelbranche. Ende des 19. Jahrhunderts entstanden große Brauereigebäude, die das Ortsbild bis heute prägen. Für 1911 werden 500 Beschäftigte der Sinner AG genannt. Ab 1890 führte zudem eine Lokalbahn von Durmersheim nach Karlsruhe durch Grünwinkel. Die zunehmende Anbindung an Karlsruhe mündete 1909 in die Eingemeindung.
Mit der Eingemeindung wuchs Grünwinkel auch baulich. Ab 1922 entstand die Albsiedlung nach dem Vorbild der Gartenstadt Rüppurr. 1913 wurde die frühere Kapelle aus der Durmersheimer Straße versetzt und bildet als Albkapelle im Albgrün einen Blickpunkt. 1932 wurde die Hardecksiedlung in Holzbauweise nördlich der Pulverhausstraße errichtet. Der Siedlungsbau wurde anschließend auf dem Gewann Heidenstücker fortgesetzt, zunächst mit Einfamilienhäusern aus Stein, später in der Nachkriegszeit auch mit Mehrfamilienhäusern. Der Bevölkerungszuwachs machte neue Infrastruktur notwendig, darunter eine Grund- und Hauptschule an der Hopfenstraße.
Der Zweite Weltkrieg verursachte Zerstörungen, die in Grünwinkel vor allem Industriebauten und teilweise Wohnbebauung betrafen. In den 1950er-Jahren entstand südlich der Pulverhausstraße die St.-Josef-Kirche für die größere katholische Gemeinde. Gleichzeitig wuchs der protestantische Bevölkerungsanteil. Für diese Bevölkerungsteile wurden die Thomaskirche in der Albsiedlung und die Stephanuskirche in der Heidenstückersiedlung errichtet; die Stephanuskirche wird im Bestand als geschlossen bezeichnet. Ergänzend sind mehrere Freikirchen im Stadtteil genannt, darunter Missionswerk Karlsruhe, Gospelhouse Karlsruhe, Treffpunkt Leben, ICF Karlsruhe, City Gemeinde und Christliches Zentrum Karlsruhe. Das Missionswerk wird mit einer Kuppelkirche beschrieben; das ICF nutzt eine umgebaute Fabrikhalle.
Grünwinkel weist ausgedehnte Gewerbegebiete auf. Genannt werden Bereiche zwischen Südtangente und Pulverhausstraße, westlich der Vogesenbrücke sowie rund um den südlichen Abschnitt der Durmersheimer Straße. Dort sind unter anderem die Brauerei Moninger, das Briefzentrum der Deutschen Post, ein Michelin-Reifenwerk, METZ Aerials Feuerwehrtechnik, TÜV Karlsruhe und weitere Unternehmen verortet. Als Beispiel für Umnutzungen wird die Kletterhalle „The Rock“ genannt. Zudem befindet sich in Grünwinkel das „Briefzentrum Karlsruhe“ („Briefzentrum 76“), das am 22. November 1996 in Betrieb ging und täglich bis zu 2,25 Millionen Sendungen sortieren kann.
Das Vereins- und Veranstaltungsleben wird als vielfältig beschrieben. Neben traditionellen Vereinen, darunter ein Fußballverein von 1910, Kleintier- und Geflügelzuchtverein, Feuerwehr und Gesangverein, entstanden weitere Sport- und Kleingartenvereine in den Siedlungen. Als regelmäßige Veranstaltung wird das Grünwinkler Hähnchenfest im August genannt. Für die Gastronomie werden unter anderem „Beim Schupi“ mit Biergarten und das Braustübl Hatz-Moninger aufgeführt. Als Kulturadresse wird das Gasthaus zum Engel genannt, in dem seit über 40 Jahren das Volkstheater D’Badisch Bühn angesiedelt ist. Der Bürgerverein wird als Akteur der Stadtteilentwicklung beschrieben, unter anderem mit dem Krähenbrunnen an der Ecke Durmersheimer/Zeppelinstraße, der 1983 errichtet wurde.
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FAQ – Grünwinkel Karlsruhe: Wohnen, Geschichte, Infrastruktur
Seit wann gehört Grünwinkel zu Karlsruhe?
Grünwinkel ist seit dem 1. Januar 1909 ein Stadtteil von Karlsruhe.
Wo liegt Grünwinkel innerhalb Karlsruhes?
Grünwinkel liegt im Südwesten Karlsruhes zwischen Mühlburg, Beiertheim-Bulach, Oberreut, Rheinstrandsiedlung und Daxlanden.
Welche Stadtviertel gehören zu Grünwinkel?
Genannt werden Alt-Grünwinkel, Hardecksiedlung, Albsiedlung, Alte Heidenstückersiedlung und Neue Heidenstückersiedlung.
Welche historischen Wurzeln sind belegt?
Ein Gutshof ist 1468 als „Kregen Winckel“ erwähnt. Das Dorf wurde 1710 gegründet und war Zollstation.
Gibt es Hinweise auf römische Besiedlung?
Ja. Grabungsfunde belegen eine römische Siedlung beziehungsweise Anlagen wie Ziegel- und Töpferöfen aus dem 1. und 2. Jahrhundert nach Christus. Ein römischer Ziegelofen in der Silcherstraße wurde vor Ort konserviert.
Was ist das Briefzentrum 76 in Grünwinkel?
Das „Briefzentrum Karlsruhe“ („Briefzentrum 76“) ging am 22. November 1996 in Betrieb. Es kann täglich bis zu 2,25 Millionen Sendungen sortieren.
Welche Kirchen sind im Stadtteil genannt?
Die Pfarrei St. Josef mit Kirche St. Josef wird genannt. Die Stephanuskirche wird als geschlossen beschrieben. Zusätzlich sind mehrere Freikirchen aufgeführt.
Quelle KI
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