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Knielingen liegt im Nordwesten Karlsruhes am Rhein. Der Stadtteil ist früh urkundlich belegt, flächenmäßig groß und verbindet Verkehrsinfrastruktur, Naturschutzgebiete und Industrie.
Knielingen liegt im Nordwesten von Karlsruhe am Rhein. Der Stadtteil gilt als ältester urkundlich nachgewiesener Karlsruher Stadtteil und ist mit rund 2.000 Hektar flächenmäßig der zweitgrößte Stadtteil nach Durlach.
Urkundlich wird Knielingen im Lorscher Codex als „Cnutlinga“ erwähnt. Als Jahr wird 786 genannt; zugleich wird darauf hingewiesen, dass der Codex-Eintrag widersprüchlich ist und auch 776 in Betracht gezogen wird. Grabungsfunde verweisen auf Besiedlung in der La-Tène-Zeit. Aus der Römerzeit ist ein Brandgräberfeld mit 44 bekannten Bestattungen überliefert. Etwa die Hälfte der Bestatteten wird in das 1. Jahrhundert datiert, die übrigen in das 2. Jahrhundert. Ein kurzzeitig bestehendes Kastell im 1. Jahrhundert wird als Möglichkeit genannt.
Für das Hochmittelalter werden Besitzverhältnisse und Herrschaftswechsel beschrieben. 1103 vermachte Heinrich von Spiegelberg der Domkirche Speyer das Kloster Hördt, zu dessen Besitz auch Knielingen zählte. Ab dem 12. Jahrhundert besaß das Kloster Gottesaue einen Großteil des Knielinger Grundbesitzes. Um 1220 kam der Ort mit der Burg Mühlburg an die Markgrafen von Baden. Für 1262 ist ein Ortsadeliger namens Marschall Werner von Knielingen belegt.
Knielingen wurde in Kriegen mehrfach getroffen. 1688 wurde der Ort im pfälzisch-orleanischen Erbfolgekrieg von französischen Truppen geplündert und niedergebrannt. Eine weitere Plünderung wird für 1797 im französisch-österreichischen Krieg genannt.
Der Rhein prägte die Entwicklung des Stadtteils. Die Rheinbegradigung nach Tulla ab 1817 führte zum Verlust von heute linksrheinisch liegenden Flächen. Die Selbstständigkeit endete am 1. April 1935, als Knielingen Teil der Stadt Karlsruhe wurde; in diesem Zusammenhang wird eine Einwohnerzahl von 5.250 genannt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gewann Knielingen als Industriestandort an Bedeutung. 1950 wurde hier ein großer Siemens-Standort gegründet. 1962 gingen die Karlsruher Raffinerien am Rhein in Betrieb. 1997 entwickelte sich aus dem Siemens-Standort der Siemens Industriepark Karlsruhe mit zahlreichen Unternehmen aus dem Technologiesektor. Im Stadtteil waren nach dem Krieg amerikanische Soldaten auf einem Kasernengelände stationiert; sie wurden nach der Wiedervereinigung abgezogen. Auf dem Kasernengelände entstand ein Neubaugebiet, das als größtenteils fertiggestellt beschrieben wird.
Natur- und Landschaftsschutz spielt eine Rolle. Seit 1980 bildet ein Teil des Knielinger Sees das Naturschutzgebiet Altrhein Maxau. Mit der Burgau wird ein weiteres Naturschutzgebiet in Knielingen genannt.
Zur Infrastruktur gehören bedeutende Verkehrsverbindungen. In Knielingen liegen die Rheinbrücken Maxau, eine Straßen- und eine parallel dazu gelegene Eisenbahnbrücke. Es handelt sich um Karlsruhes einzige Rheinbrücken; sie verbinden die Stadt mit Rheinland-Pfalz auf Straße und Schiene. Durch Knielingen verläuft die Südtangente und endet an der Rheinbrücke. An den öffentlichen Verkehr ist Knielingen durch die Straßenbahnlinie 2, die Stadtbahnlinie S5, die Bahnstrecke Winden–Karlsruhe mit dem Bahnhof Karlsruhe-Knielingen sowie die Buslinien 74 und 75 angebunden.
Zu den Kulturdenkmälern zählt die Knielinger Kirche, eine um 1700 neu erbaute evangelische Pfarrkirche, die unter Denkmalschutz steht. Eine erste Kirche an dieser Stelle ist aus dem Jahr 1480 überliefert. Für 1556 wird die Einführung des lutherischen Bekenntnisses in der Markgrafschaft Baden-Durlach durch Karl II. genannt.
Ein städtebauliches Projekt ist „Knielingen 2.0“. Durch den Abzug der amerikanischen Streitkräfte aus dem Kasernengelände an der Sudetenstraße wurde im Norden Knielingens ein 30 Hektar großes Areal frei, das seit etwa 2009 nach und nach bebaut wird. Vorgesehen sind Miet- oder Eigentumswohnungen und Reihenhäuser sowie ein Gewerbebereich. Genannt wird ein Nahversorgungszentrum mit großem Supermarkt, der 2009 eröffnet wurde. Das Projekt soll Wohnraum für bis zu 2.000 Menschen bieten. Seit November 2020 fährt dort auch die Straßenbahnlinie 2.
Das Ortswappen zeigt einen schwarzen Drudenfuß auf goldenem Grund. Das Wappen erscheint erstmals 1471; 1660 wird der Drudenfuß erstmals plastisch erwähnt. Die Farben Schwarz-Gold wurden 1895 auf Vorschlag des Generallandesarchivs vom Knielinger Gemeinderat angenommen. Als Spitzname der Bewohner wird „Holzbiere“ genannt; er wird mit früher zahlreichen Wildbirnenbäumen in Verbindung gebracht.
Sportlich ist unter anderem der TV Knielingen (gegründet 1891) genannt, mit Angeboten von Turnen bis Kampfkunst. Die Handball-Abteilung spielte in der Saison 2022/23 in der Handball-Oberliga Baden-Württemberg. Als Fußballverein wird der VfB 05 Knielingen genannt. Zudem betreibt der Zucht- und Rennverein Karlsruhe-Knielingen eine Pferderennbahn im Naturschutzgebiet Burgau, auf der Trab- und Galopprennen stattfinden. Ein Renntag wird jeweils im Mai genannt.
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FAQ – Knielingen Karlsruhe: Fakten zu Geschichte, Natur und Verkehr
Wo liegt Knielingen in Karlsruhe?
Knielingen liegt im Nordwesten von Karlsruhe am Rhein.
Warum gilt Knielingen als besonders alt?
Knielingen wird im Lorscher Codex als „Cnutlinga“ erwähnt. Genannt wird das Jahr 786; zugleich wird wegen eines widersprüchlichen Eintrags auch 776 genannt.
Welche frühen Siedlungsspuren sind belegt?
Genannt werden Funde aus der La-Tène-Zeit sowie ein römisches Brandgräberfeld mit 44 bekannten Bestattungen aus dem 1. und 2. Jahrhundert.
Seit wann gehört Knielingen zu Karlsruhe?
Knielingen wurde am 1. April 1935 Teil der Stadt Karlsruhe.
Welche Naturschutzgebiete liegen in Knielingen?
Ein Teil des Knielinger Sees bildet seit 1980 das Naturschutzgebiet Altrhein Maxau. Außerdem wird das Naturschutzgebiet Burgau genannt.
Welche Verkehrsanbindungen sind wichtig?
In Knielingen liegen Karlsruhes einzige Rheinbrücken, die Rheinbrücken Maxau. Außerdem verlaufen die Südtangente sowie ÖPNV-Verbindungen über Straßenbahnlinie 2, Stadtbahnlinie S5, den Bahnhof Karlsruhe-Knielingen und die Buslinien 74 und 75.
Was ist „Knielingen 2.0“?
So wird die Entwicklung eines 30 Hektar großen Areals im Norden Knielingens bezeichnet, das seit etwa 2009 bebaut wird. Genannt werden Wohnbebauung, ein Gewerbebereich und ein 2009 eröffnetes Nahversorgungszentrum; seit November 2020 fährt dort die Straßenbahnlinie 2.
Quelle KI
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