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Mühlburg: Historische Entwicklung und heutige Rolle im Westen Karlsruhes

Mühlburg: Historische Entwicklung und heutige Rolle im Westen Karlsruhes

Der Karlsruher Stadtteil Mühlburg blickt auf eine über 750-jährige Geschichte zurück und ist heute ein wichtiges Geschäfts- und Wohnzentrum im Westen der Stadt.


Mühlburg ist ein Stadtteil im Westen von Karlsruhe und liegt zwischen der Weststadt und dem Rheinhafen, der zur Gemarkung Mühlburg gehört. Die ehemals eigenständige Stadt befindet sich am Fluss Alb und bildet neben Durlach eines der beiden B-Zentren Karlsruhes mit ausgeprägtem Einzelhandel und dichter Wohnbebauung. Der regionale Beiname der Einwohner lautet „Millichseihle“.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Mühlburg im Jahr 1248 unter dem Namen „Mulenberc“. Bereits im 13. Jahrhundert bestand eine befestigte Burganlage mit Mühle und Wassergraben, die den Markgrafen von Baden als Herrschafts- und Zollort diente. 1670 erhielt Mühlburg das Stadtrecht. Die Stadt wurde jedoch mehrfach zerstört, unter anderem 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg durch französische Truppen. Das Schloss wurde danach nicht wieder aufgebaut; Baumaterial floss später in den Bau des Karlsruher Schlosses ein.

Mit der Gründung Karlsruhes verlor Mühlburg zunehmend an politischer Bedeutung. 1886 erfolgte die Eingemeindung nach Karlsruhe mit rund 4.100 Einwohnern. Im Zuge dessen veränderten sich die Gemarkungsgrenzen erheblich. Mühlburg verlor Flächen an die Weststadt und Grünwinkel, erhielt aber später das Gebiet des heutigen Rheinhafens und damit den direkten Zugang zum Rhein.

Im 19. Jahrhundert setzte mit dem Eisenbahnanschluss und der Industrialisierung ein starkes Bevölkerungswachstum ein. Betriebe wie die Eisengießerei Seneca und später das Werk des Reifenherstellers Michelin prägten den Stadtteil. 1844 wurde in Mühlburg der Ingenieur und Automobilpionier Carl Benz geboren.

Der Luftangriff vom 4. Dezember 1944 führte zu schweren Zerstörungen. Allein im Luftschutzkeller eines Gasthauses kamen über 100 Menschen ums Leben. Nach dem Zweiten Weltkrieg trug die Bebauung des Mühlburger Feldes ab 1953 wesentlich zur Linderung der Wohnungsnot in Karlsruhe bei. Der Entenfang entwickelte sich zu einem zentralen Geschäftsbereich, im Volksmund „Mühlburger Broadway“ genannt.

Heute leben in Mühlburg mehr als 15.000 Menschen auf einer Fläche von rund 5,3 Quadratkilometern. Der Stadtteil verfügt über mehrere Grund- und weiterführende Schulen, zwei große Kirchen, ein ausgeprägtes Vereinsleben sowie kulturelle Einrichtungen wie das Kulturzentrum Tempel. Verkehrlich ist Mühlburg durch Bundesstraßen, Stadtbahn- und Buslinien sowie den Bahnhof Karlsruhe-Mühlburg gut angebunden.

 


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