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Daxlanden: Vom Fischer- und Bauerndorf zum Karlsruher Stadtteil

Daxlanden: Vom Fischer- und Bauerndorf zum Karlsruher Stadtteil

Daxlanden hat sich über Jahrhunderte von einer rheinprägten Siedlung zu einem dicht besiedelten Stadtteil Karlsruhes entwickelt. Hochwasser, Industrialisierung und Eingemeindung bestimmten den Wandel.


Daxlanden ist ein Stadtteil von Karlsruhe in Baden-Württemberg. Er liegt westlich der Innenstadt an der Alb, nahe dem Rhein, und zählt rund 12.000 Einwohner. Der historische Ortsname ist seit dem Mittelalter überliefert. Als gesicherte Ersterwähnung gilt eine Urkunde von 1261, in der Daxlanden als „villa Daslar“ genannt wird. Frühere Hinweise finden sich um das Jahr 1000 in Besitzaufzeichnungen des Klosters Weißenburg. Archäologische Funde auf der Rheininsel Rappenwört belegen eine noch ältere Besiedlung.

Die Entwicklung des Ortes war stark von seiner Lage am Rhein geprägt. Landwirtschaft, Fischfang und zeitweise Goldwäscherei bildeten über Jahrhunderte die wirtschaftliche Grundlage. Daxlanden verfügte seit dem Spätmittelalter über eine Schiffs- und Zollstation. Handelsschiffe entrichteten hier Abgaben, Güter wurden für den Weitertransport umgeschlagen. Mit der Rheinkorrektion nach Plänen von Johann Gottfried Tulla zwischen 1819 und 1821 verlor der Ort diese Funktion. Der Rheinverlauf wurde stabilisiert, Rappenwört endgültig rechtsrheinisch.

Mehrere Hochwasserkatastrophen veränderten das Ortsbild nachhaltig. Besonders schwer traf Daxlanden der Dammbruch vom 6. März 1651, bei dem große Teile der Bebauung und die Kirche zerstört wurden. In der Folge wurde der Ort auf höher gelegenes Gelände zurückverlegt. Versuche, sich mit Dämmen und Entwässerungsgräben zu schützen, prägten den Alltag und führten zum regionalen Beinamen der Einwohner als „Schlaucher“.

Kriegsereignisse unterbrachen die Entwicklung immer wieder. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurden Ort und Appenmühle 1689 zerstört. Die Appenmühle, seit dem Mittelalter Bannmühle für mehrere umliegende Gemeinden, wurde später wieder aufgebaut und dient heute der Stromerzeugung aus Wasserkraft. Ein benachbarter Luftschutzbunker aus den Jahren 1942/43 wird inzwischen kulturell genutzt.

Mit dem Bau des Rheinhafens ab 1901 auf teilweise Daxlander Gemarkung wandelte sich die Erwerbsstruktur. Aus dem Fischer- und Bauerndorf wurde zunehmend ein Arbeiterwohnort. Am 1. Januar 1910 wurde Daxlanden mit 4.227 Einwohnern nach Karlsruhe eingemeindet. Die Anbindung an Industriearbeitsplätze, der Anschluss an den öffentlichen Verkehr und der fortschreitende Siedlungsbau verstärkten das Wachstum.

Im Zweiten Weltkrieg wurden rund 150 Wohnhäuser und zahlreiche Wirtschaftsgebäude zerstört. Beim Luftangriff am 4. Dezember 1944 kamen 25 Menschen ums Leben. Der Wiederaufbau und neue Wohngebiete in der Nachkriegszeit führten zu weiterem Bevölkerungszuwachs. Zuzug, auch von Flüchtlingen und Vertriebenen, veränderte die konfessionelle Struktur. Neben der katholisch geprägten Tradition entstanden evangelische Kirchen und Gemeindehäuser.

Große Teile der Daxlander Gemarkung stehen bis heute unter Naturschutz. Dazu zählen die Rheinauen um Rappenwört und die Fritschlach. Diese Landschaften prägen das Ortsbild ebenso wie Vereine, Sportanlagen und Feste, die das gesellschaftliche Leben tragen. Der historische Ortskern ist seit 1998 durch eine Erhaltungssatzung geschützt. Aktuelle Stadtentwicklungsprojekte, darunter neue Wohnbebauung auf ehemaligen Sportflächen, werden durch Beteiligungsverfahren begleitet.

 


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